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Verkäufer:
Alexander Haas
Wunscholdtimer München
Nördliche Auffahrtsallee 61
D-80638 München
Telefon: +49.(0)89.74 100 607
Telefax: +49.(0)89.74 100 609
Mobiltelefon in Deutschland: +49.(0)179.50 22 50 1
Mobiltelefon in Frankreich: +33.(0).619.905543
E-Mail: info@Wunscholdtimer.de
Die S-Klasse Revolution von 1972 mit französisch-maritimen Flair
Datenblatt
Baujahr: 4. Juli 1977
Fahrgestellnummer: 116.024-12-091185
Motornummer: 110.985-12-019304
Außenfarbe: 906 G - graublau metallic
Interieur: DB 902 - Velours blau. Der blaue strapazierfähige Velours ist bei diesem Wagen flächendeckend der Laufleistung entsprechend erhalten. Selbst an den gefährdeten Ein- und Ausstiegskanten sind Abnutzungserscheinungen kaum erkennbar. Die Sitze sind stramm und orthopädisch einwandfrei. Erwähnenswert ist das nicht gerissene blaue Armaturenbrett. Der Wagen stammt aus der südlichsten Region Frankreichs. Da die Velours weder Sonnendefekte auf der Rücksitzbank bzw. auf der Hutablage aufweisen, ist von einer stetigen Garagenhaltung auszugehen.
Motortyp: M 110.985
Matching Numbers: Ja
Abmessungen: In mm Länge: 4960, Breite: 1780, Höhe: 1425
Laufleistung: 65.409 km Original !
Lenkradposition: LHD
Zulassung: Der Wagen verfügt derzeit über eine französische Zulassung mit dem amtlichen Kennzeichen 9030 FD 09. Eine deutsche Zulassung ist auf Wunsch jederzeit möglich.
Erstauslieferung: Ariège, Departement 09, Région Midi-Pyrénées, Südfrankreich
Baugruppendetails
Motor: Sechzylinder-Viertakt-Ottomotor mit Saugrohreinspritzung, mechanisch geregelt (Bosch K-Jetronic), zwei obenliegende Nockenwellen angetrieben über eine Duplex-Rollenkette, Hubraum 2746 ccm, Bohrung x Hub 86,0 x 78,8 mm, sieben Kurbelwellenlager; Verdichtungsverhältnis: 8,7:1; Leistung 136 kW / 185 PS bei 5800 U/min; Drehmoment 24,5 mkg bei 4500 U/min, Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h, Beschleunigung 0-100 km/h in 11,3 s (Belastung mit 2 Personen)
Getriebe: 4-Gang Automatikgetriebe mit einem hydraulischen Drehmomentwandler, Antriebsachsübersetzung: 3,69
Karosserie: Die selbsttragende Ganzstahlkarosserie befindet sich in einem nicht nach der Produktion geschweißten Zustand. Die Spaltmaße und Flächenabstimmungen sind ordentlich. Die milden Witterungsverhältnisse in einigen südlichen französischen Regionen haben sich auf die Substanz der Karosserie positiv ausgewirkt. Aus unserer Erfahrung gibt es in diesen Breitengraden kaum vergleichbare Exemplare. Gerade die Bleche in den Spritzwasserbereichen der Reifen sind besonders sensibel für Korrosion. Bei diesem Wagen sind nicht nur diese heiklen Bereiche dem metallischen Zersetzungsprozess entgangen. Erfahrungsgemäß kann man bei den Fahrzeugen nach der Sichtung der wichtigsten Schwachstellen auf den Rest der Karosserie schließen und kommt auch nach einer Zweitprüfung auf der Hebebühne zu dem angestrebt positiven korrosionsfreien Gesamtbild.
Technik allgemein: Die vielen französischen Aufkleber zeugen von seinem ursprünglichen Bestimmungsland. Gerade in Frankreich wurden die seltenen Mercedes Klassiker durch Ihre Eigentümer besonders geschätzt und entsprechend aufwendig gewartet.
Schiebedach: Nein, dafür eine Klimaanlage.
Klimaanlage: Auf diesem Bild dürfen wir Ihnen den modernen Klimakompressor vorstellen. Er sollte für entsprechende Kühlung im Innenraum sorgen können.
Reifen: Die durchwegs gut erhaltenen Reifen sind in der Dimension: 195/70 R14.
Felgen: Es sind originale Stahlscheibenfelgen der Dimension 6J x 14 montiert. Gut erhaltene originale Chromradkappen unterstreichen die elegant-gediegene Erscheinung des Mercedes-Klassikers.
Holz: Das Holz ist in Zebrano Ausführung verbaut. Es handelt sich um eine W116 Serie I mit Holzeinlagen im Armaturenbrett. Ab der Serie II gab es auch Holz in der Mittelkonsole.
Lack: Sehen Sie selber.
Radio: Es ist ein zeitgenössisches Radio eingebaut. Wir bevorzugen ein Becker Radio. Auf Wunsch bauen wir Ihnen gerne eines ein.
Chrom: Die Chromanbauteile heben sich angenehm von dem silberblauen Lack ab. Eine schöne Kombination.
Glas: Wie in südlichen Regionen üblich wurde rundum eine stark colorierte Verglasung gewählt.
Hintergrund und Bewertung
Besonderheiten des Modells: Unberührt und Original. Eine nicht durch Sonneneinstrahlung beschädigte und nicht durch Lautsprecher beschädigte Hutablage. So etwas sieht man selten.
Besonderheiten der Technik: Dieser W116 verfügt über einen Tempomat.
Sonderausstattung: Fensterheber vorne und hinten.
Historie:
Entwicklungsgeschichte
Anfang der siebziger Jahre musste sich die Konkurrenz vor MERCEDES-BENZ in Acht nehmen. Die neue zweite Generation kam auf den Markt und wurde der Gegnerschaft gegenüber in technischer und der Kundschaft in preislicher Hinsicht ein Symbol der Superlative. Die W116-Reihe war zwar neu, aber hatte auch einige alte Sachen in Petto. Die harmonische Linienführung wurde beibehalten, aber auch den damaligen ursprüchen angepasst. Breit und schwer kam sie daher, vorne und hinten optisch gewichtig. Rundherum wurde mehr Chrom verwendet wie zum Beispiel um alle Türöffnungen und Fenster. Die A-Säule war mit einer Doppelchromleiste bestückt, dafür sparte Mercedes-Benz die breite C-Säule aus. Die neue, aggressiv wirkende Front verschaffte dem Wagen Respekt auf den Straßen. Durch die dicken Stoßstangenauflagen vorne und hinten um die Kanten, die mit seitlichen Chrom- und Gummileisten versehen und durch die Radausbuchtungen unterbrochen waren, sowie die Gummiwülste in den Stoßstangen selbst und die elastischen Einlagen schafften die Ingenieure neue sicherheitstechnische Elemente, wodurch die Karosserie schwerer wurde. Um einer geringen Verschmutzung vorzubeugen, wurden die Seitenscheiben und Heckleuchten in einer relativ wirbelungsfreien Zone montiert. Die Front- und Heckgestaltung des W116 wurde von den Coupés 350 und 450SL abgekupfert. Der Grill des W116 hatte zwar nur vier horizontale, flache Felder, aber die vorderen und hinteren Lichtbänder mit den seitlich integrierten Blinkleuchten sowie die Motorhaube mit dem erhöhten Mittelteil (vom Grill ausgehend) wurden von dem SL übernommen. Weitere Veränderungen/Vergrößerungen des W116 waren der Radstand, welcher um 115 mm auf 2865 mm vergrößert wurde, und die Spur, die vorne um 29 mm und hinten um 20 mm breiter wurde. Auch der Wagen selbst wurde größer. Die Länge sowie die Breite wurden um 60 mm erweitert, aber die Höhe wurde um 15 mm auf 1425 verkleinert.
Der Motor
Besonders interessant machten die zwei obenliegenden Nockenwellen den M 110-Motor. Der Sechsreihen-Zylinder-Motor hat fast die gleiche Kubikzentimeterzahl wie die Vorgänger, aber dafür 20 PS mehr. Das maximale Drehmoment lag bei 23 mkg bei 4000 Umdrehungen pro Minute. Die Verdichtung blieb bei 9:1 gegenüber dem Vorläufermodell M 130 gleich. Anstatt der zwei Registerfallstromvergaser hatte der neue Motor einen Doppelregisterfallstromvergaser. Neu hinzu kam ebenso die elektrisch gesteuerte Bosch
D-Jetronic-Einspritzanlage, welche 1976 durch die mechanische K-Jetronic ersetzt wurde.
Die veränderte Brennraumgestaltung und die besondere Form des Kolbenbodens sorgten für eine Optimierung der Leistungs- und Verbrauchswerte.
Der 280 SE verfügte nun über 185 PS, 25 PS mehr als sein Vorläufer. Obwohl der neue SE 105 kg schwerer war, schaffte er es auf 200 km/h Spitzengeschwindigkeit, nur 7 km/h weniger als der alte. Der 280 S brachte es sogar auf 5 km/h mehr als der Vorgänger.
1976 wurden die 200 PS um 5 minimiert und 1978 kamen wieder 10 PS hinzu. Grund dafür war die gesetzliche Bleireduzierung des Kraftstoffes, die sich wenig später als falsch herausstellte.
Im März 1973 wurde die für den US-Markt produzierte 4.5-Liter-Maschine von 195 auf 225 PS aufgestockt. Der Drehmoment lag nun bei 38,5 mkg bei 3000 Umdrehungen pro Minute, die Höchstgeschwindigkeit bei 210 in 10,5 s von 0 auf 100.
Der M100 des Mercedes 600 verschaffte 1968 im 300 SEL 6.3 der ersten Generation der S-Klasse eine zusätzliche Attraktion und war deswegen mit einigen Modifikationen auch gut genug für die nächste.
Durch die größere Bohrung vergrößerte sich der Hubraum des 6.9 auf 6834 ccm. Die PS stiegen auf 286 (ein Plus von 36). Das maximale Drehmoment lag nun bei 56 mkg bei 3000 Umdrehungen pro Minute, vorher waren es nur 51 mkg. Die D-Jetronic wurde mit der K-Jetronic ausgetauscht und verschaffte dem 6.9 eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h (ein Plus von 4).
Getriebe
Weitgehend entsprach das Getriebe den Vorläufern. Der Käufer hat die Wahl zwischen einem 4- oder 5-Gang-Getriebe, aber der 350 SE hat nur 4-Gänge. Ebenfalls über 4-Gänge verfügt die Automatik für die 6-Zylinder, nun aber mit einem Drehmomentwandler. Hierzu gehörten der 280 S, 280 SE und der 300 SD. Weiterhin besaßen die W116 auf Wunsch einen Lenkradwahlhebel, wobei in der Regel die Bedienung der Getriebe von der Wagenmitte ausgingen - auch bei der US-Version des 300 SD.
Das Abschleppen der Mercedes-Automatik-Wagen war übrigens möglich, da die Autos mit der gesonderten Ölpumpe für die Hydraulik die erforderliche Vorraussetzung besaßen. Mit dieser Technik nimmt Mercedes bis heute eine Sonderstellung ein.
Fahrwerk
Premiere hatte die Schräglenker-Pendelachse hinten bei den W116. Außerdem wurden bei allen Autos hinten Drehstabstabilisatoren eingebaut und die Vorderradaufhängungen wurden mit Zusatzfedern und Drehstabstabilisatoren bestückt. Besonders stolz war Mercedes auf den "Lenkrollradius Null". Diese Technik wurde in dem berühmten Versuchswagen C111 mit dem Wankelmotor erprobt. Wichtig hierbei ist, dass die Drehachse des Vorderrades in dem Mittelpunkt der Radaufstandsfläche mündet.
Bei der Lenkung wurde aus der Kür Pflicht: Die Servolenkung gehörte von nun an zum Standart. Die Bremsen wurden selbstverständlich an die neuen Gegebenheiten angepasst - Scheibenbremsen vorne und hinten. 1979 entwickelten Bosch und Mercedes-Benz einen Meilenstein der Automobilgeschichte - das Antiblockiersystem. Der 450 SEL 6.9 hatte die große Ehre als erstes Auto mit ABS lieferbar zu sein. Alle anderen Modelle konnten diesen Luxus gegen einen Aufpreis von 2.500 DM einbauen lassen.
Ausstattung
Wie gehabt gaben Kunstleder und Holz dem Armaturenbrett seine Form und Gestalt. Die drei neu aufgeteilten Rundinstrumente vermittelten dem Fahrer alle wichtigen Informationen - der Tachometer bildet als größtes Element den Mittelpunkt, links daneben sind der Kraftstoff, die Kühlwassertemperatur und der Öldruck zu finden, rechts der Drehzahlmesser oder eine Uhr. In der Stirnwand der Mittelkonsole befanden sich das Radio und die Heizung/Lüftung.
Ab 1977 wurde die Holzverkleidung in der Mittelkonsole zum Standart. Die Innenraumelemente präsentierte sich wie eh und je gepolstert und mit Kunstleder überzogen, die Teppichböden wurden farblich abgestimmt.
Zur Sonderausstattung zählten zum damaligen Zeitpunkt: Zentralverriegelung, Leichtmetallfelgen, Feuerlöscher, Sitzheizung für die Vordersitze und orthopädisch geformte Sitze, Klimaanlage, Automatik, Niveauregulierung, Radio und Telefon sowie Tür-Innenpolsterung, beheizbare Heckscheibe und viele weitere Optionen.
Typen und Modelle
280 S (8/1972 - 7/1980)
Der 280 S glänzte mit seiner attraktiven und hochaktuellen Karosserie. Er war genauso stark und schnell wie der alte SE, aber war um 2.210 DM teurer. Genau wie die früheren SE-Marken wurden dem neuen 20 PS mehr verschafft. Die Fahrleistung lag dabei nur geringfügig darunter. Die Bleireduzierung des Kraftstoffes 1976 verringerte wie bei jedem Modell dieses Jahres die Motorleistung. Nun schaffte er es auf 156 PS - ein Minus von 4 PS. Gern gesehen war der Verkauf in ferne Exportländer. Allerdings traute sich Mercedes-Benz deswegen nicht die Einspritzanlagen in die Wagen einzubauen. Aus diesem Grund wurde der 280 S scherzhaft "Kolonialwagen" genannt.
Mercedes-Benz verkaufte 122.848 Exemplare des 280 S, aber dennoch lag er wie immer auf dem 2. Platz hinter dem neuen SE. 1974 und 1975 gelang es dem S vor dem Prestigemodell SE auf dem 1. Platz zu landen. Der Preis lag 1972 bei 23.800 DM und drei Jahre später stieg er auf 34.000 DM an.
280 SE (8/1972 - 7/1980)
Mit 150.593 verkauften Fahrzeugen war der SE Spitzenreiter der Verkaufstabelle. Er konnte mit einer wartungs- und verschleißfreien Transistorzündung sowie einer elektrischen Kraftstoffpumpe prahlen. Die Einspritzanlage war auch in diesem Wagen nicht standartgemäß eingebaut, konnte aber gegen einen Aufpreis von 1.700 DM erworben werden. Nach der allgemeinen Reduzierung des Bleis wurde 1978 die Motorleistung wieder auf 185 PS aufgestockt.
Im ersten Baujahr kostete dieses Prestigemodell 25.500 DM und 1975 36.500 DM.
280 SEL (1974 - 1980)
Im März 1974 kam die obligatorische Langversion des Diplomaten- und Direktionsfahrzeugs mit 10 cm mehr Länge auf den Markt. Die großzügige Linienführung verschaffte Mercedes-Benz einen Verkauf von 7.032 Exemplaren. Auch bei diesem Wagen konnte die Einspritzeinlage gegen einen Aufpreis von 2.700 DM erworben werden.
Anfangs kostete der SEL nur 30.700 DM und 1975 stieg der Preis auf 38.900 DM an.
300 SD (2/1977 - 5/1978)
1977 wurde der 300 SD als erster Dieselmotor in der S-Klasse vorgestellt, der nur für den US-Markt bestimmt war.
Der Fünfreihen-Zylinder-Motor verfügte über eine Vorkammer-Diesel mit Garrett-Abgasturboladern, die einen Druck von 0,75 bar besaßen. Der 300 SD hatte 115 PS, eine Verdichtung von 21,5:1 und schaffte es in 17 s von 0 auf 100 - die Höchstgeschwindigkeit lag bei 165 km/h. Auf 100 km verbraucht der 300 SD 14 Liter Diesel. Im Vergleich dazu schafft es der 280 S auf einen 16-Liter-Verbrauch Superbenzin. Somit galt der SD als sparsamster Wagen der Baureihe. Zusätzlich verfügte der Dieselwagen über eine Bremsnickabstützung,
um den amerikanischen Fahr- und Komfortgewohnheiten gerecht zu werden.
Für spätere Zwecke wurde der Motor des 300 SD 1982 in den 209 D-Transporter eingebaut, allerdings ohne Turboaufladung. Doch vorher wurden 28.634 an die USA verkauft.
350 SE (3/1972 - 9/1980)
Der Motor des 350 SE war identisch mit dem W 108, allerdings gab es geringfügige Änderungen der PS-Leistung. Mit 51.100 verkauften Wagen besaß der 350 SE das zweitmodernste Triebwerk. 1976 wurde die technische gegen die mechanische Benzineinspritzung getauscht und erhöhte den Preis somit auf 40.700 DM (vorher: 28.900 DM).
350 SEL (1974 - 1980)
Vom 350 SEL wurden 4.266 Exemplare verkauft.
450 SE (8/1972 - 4/1980)
Im Frühjahr 1973 wurde der V8-Motor in seiner Laufruhe und Kraftentfaltung optimiert und mit 41.604 Exemplaren an den Mann gebracht. Der vergrößerte Hubraum bescherte dem SE 25 PS mehr, die aufgrund der Bleireduktion ab 1976 nur noch auf ein Plus von 17 PS kamen. Das maximale Drehmoment lag bei 38,5 mkg - vorher waren es nur 29,2 mgk bei niedrigen 3000 Umdrehungen pro Minute. Bei einer Beschleunigung von 10,5 s schaffte der SE es auf eine Endgeschwindigkeit von 210 km/h (ein Plus von 5 PS).
Viel wichtiger war jedoch die kultivierte Kraftentfaltung, die den Charakter eines Top-Fahrzeuges ausmacht.
Der Preis lag in der Anfangszeit bei 34.000 DM und stieg dann auf 45.600 DM an.
450 SEL (1973 - 1980)
Die eigentliche Langversion schaffte es auf eine beachtliche Verkaufstückzahl von 9.578 Autos. Dies mag allerdings nicht nur daran liegen, dass der SEL als erster seiner Art im Programm aufgenommen wurde, sondern dieser Wagen sich in den Chefetagen des diplomatischen Dienstes des In- und Auslandes etablierte.
1973 kostete diese Limousine 40.300 DM und sechs Jahre später 51.100 DM.
450 SEL 6.9 (2/1975 - 5/1980)
Dieser Traumwagen kostete seine Enthusiasten sage und schreibe minedstens 70.000 DM. Dieser Preis machte zweidrittel des Preises des billigsten Rolls-Royce und Mercedes 600 aus. Die Faustregel hierfür lautet: "Ein Rolls-Royce kostete soviel wie ein respektables Einfamilienhaus."
Der Motor M 100 des 6.9 stammte aus dem Mercedes 600 und hatte einige Hubraumvergrößerungen mit sich gebracht. Die Bohrung war um 4 mm vergrößert wurden und so brachte es der 6.9 auf stattliche 286 PS bei 4250 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment lag bei 56 mkg und verschaffte dem Traumwagen eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h, obwohl er knapp 2 Tonnen schwer war. Der Vorgänger hatte 155 kg weniger, einen kleineren Hubraum und musste auf 36 PS verzichten bei einer Höchstgeschwindigkeit von 221 km/h. Ein weiterer Meilenstein der
Fahrwerkstechnik im Hause Mercedes-Benz war dem 6.9 vorbehalten: Das hydropneumatische Federungssystem mit Federbeinen und Gasfederspeichern bewirkte stets gleich bleibende Federwege.
In Sachen Ausstattung zog der 6.9 alle Register. Zum Standart gehörten hier (gegenüber den anderen Modellen gegen einen Aufpreis zu haben): Sperrdifferential, Klimaanlage, wärmedämmendes Glas, Drehzahlmesser, Kopfstützen und Automatiksicherheitsgurte hinten sowie Niveauregulierung und Zentralverriegelung. Gegen einen Aufpreis waren aber immer noch der Feuerlöscher, die Leichtmetallfelgen, Sitzheizung und orthopädische Sitze sowie die elementaren Neuerungen Klimaautomatik und ABS zu haben.
7.380 Exemplare wurden verkauft und "auto motor und sport" betitelte den 6.9 als "Das bestes Auto der Welt". Übrigens wurden 1.816
Wagen nach US-Amerika verschifft.
Fahrzeugspezifische Modellgeschichte: Dieser W116er ist aus zweiter Hand. Er wurde am 4. Juli 1977 an seinen ersten Eigentümer mit den französischen Kennzeichen 9030 FD 09 in Pamiers, Departement 09 (Ariège) in der Region Midi-Pyrénées ausgeliefert. Am 16. Oktober 2002 wechselte der Wagen an den zweiten Besitzer, von dem wir ihn erworben haben. Die ersten Kennzeichen befinden sich selbstverständlich noch am Wagen.
Zusatzinformation: Neupreis 1/1976 Grundausstattung: 30.891.- DM, Stückzahlen: 150.593
Abschlussbewertung
Die Besonderheit von diesem aus Frankreich stammenden Exemplar besteht neben der umfangreichen Sonderausstattung vor allem in der Substanz der Karosserie. Der Mercedes-Farbton graublau (DB 906) in Kombination mit der klassischen blauen Veloursausstattung verleiht dieser S-Klasse ein ansprechendes französisch-maritimes Flair. Die Gesamtlaufleistung von nur 64.500 km rundet den positiven Gesamteindruck zusätzlich ab.
In unseren Breitengraden haben nur sehr wenige Exemplare die Jahre in diesem Zustand überstanden. Sie haben nun die Gelegenheit ein in der Gesamtbetrachtung außergewöhnliches und stilsicheres Exemplar zu erwerben.
Kontakt:
Alexander Haas
Wunscholdtimer München
Nördliche Auffahrtsallee 61
D-80638 München
Telefon: +49.(0)89.74 100 607
Telefax: +49.(0)89.74 100 609
Mobiltelefon in Deutschland: +49.(0)179.50 22 50 1
Mobiltelefon in Frankreich: +33.(0).619.905543
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