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W116 und Daimler-Benz FAQ, V0.6

Für die freundliche Genehmigung des Autors sei an dieser Stelle mein herzlicher Dank ausgesprochen

Disclaimer und License: Diese FAQ setzt sich zusammen aus den Beiträgen des Altmercedesfahrer-Forums (http://f1.parsimony.net/forum1221/) bzw. des W116-Forums http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.cgi?USER=user_89363 und früher http://www.f21.parsimony.net/forum37312/. Der Autor dieser Zusammenstellung ist Kajetan Hinner (Kajetan@Hinner.com; http://www.hinner.com). Ich übernehme keine Haftung für Gültigkeit, Rechtmäßigkeit, Funktionieren der hier gesammelten Tips und distanziere mich ausdrücklich vom Inhalt aller Links. Dies soll ein Hilfeangebot für alle Besitzer von Mercedes-Oldtimern sein und nichts weiter. Noch einmal: Es versteht sich von selbst, daß ich keinerlei Garantie auf die hier gelisteten Tips geben kann. Alle Information wird unabhängig wiedergegeben, wie sie mir sinnvoll erschien. Ich spreche auch für die hier zitierten Autoren, die selbstverständlich auch keine Garantie für das Funktionieren ihrer Tips geben. Für den Inhalt von Links übernehme ich keine Verantwortung, ebenfalls nicht für den Inhalt von Kaufempfehlungen oder Firmenadressen. Wenn jemand irgend etwas nicht paßt, bitte ich um kurze Mail und erst dann um eine Anklage.

Die Rechtschreibung von Beiträgen wurde korrigiert. Nicht alle Artikel sind vollständig zitiert worden. Beleidigungen wurden gekürzt. Email Adressen wurden angegeben, soweit sie vom Verfasser angegeben wurden.

Wer nicht damit einverstanden ist, in dieser FAQ zitiert zu werden bzw. seine Email-Adresse zu finden, meldet sich bitte bei mir (Kajetan@Hinner.com), Homepage: http://www.hinner.com

Ansonsten ist diese FAQ als Zusammenstellung geschützt und darf nicht kommerziell vertrieben werden. Für eine Spiegelung oder einen Abdruck muß beim FAQ-Maintainer um Erlaubnis gefragt werden (mailto: Kajetan@Hinner.com).

Ursprünglich wollte ich eine reine W116 FAQ machen, aber in diesem W116 Forum geht der W116 schon fast gegenüber anderen MB unter. Schade auf der einen Seite. Auf der anderen Seite sind viele Fragen übertragbar und beim Durchsuchen der FAQ findet sich mit Sicherheit der eine oder andere nützliche Hinweis.

Diese FAQ habe ich deshalb zusammengestellt, damit viele Fragen und Diskussionen (Frage-Antwort-Zyklus) nicht doppelt und dreifach ablaufen, v.a. zu Verbräuchen, häufige Fehler, etc.

Bis jetzt ist der Zeitraum vom 23.12.99 bis 10.32000, sowie 22.62000 bis 14.72000 (MB) und 13.4.-15.72000 und 16.1. bis 5.3. 2002 (W116-Forum) eingearbeitet. Wenn ich Zeit habe, werde ich im Archiv weiter zurückgehen und noch mehr einarbeiten. Insofern ist dies eine erste Version, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Eine größere Umgliederung wird dann auch stattfinden. Außerdem werde ich das Format ändern (offenbar eignet sich Word97 nicht für eine FAQ).

Bitte weist mich auch auf Fehler hin!

7.32002, Kajetan Hinner

W116 und Daimler-Benz FAQ, V0.6

Allgemeiner Teil

Typenkunde

H-Kennzeichen

Steuern

Katalysator und Schlüsselnummern

ASU-Plakette

Oldtimer-Versicherung

Anschnallpflicht

Lange Standzeit

Vorderachse

Kupplung verschlissen?

Öldruck

190D

Wasserpumpe

Kühlerdicht

Biodiesel

Aldi Tafelöl

Vollsynthetisches Öl, Additive, Bleizusatz, etc

Verbrauch

W115

W116

W123

W124

W126

W201

Langlebigkeit und Laufleistung

Innenraum

Färben

Reinigung

Lederpflege

Schlösser

Hifi-System

Werkstattbuch

Modellautos

W126

Schrauber-Tips

Fahrersitz

Abdeckplane und Regenschutz

Dachhimmel

R107

Airbag

W108

Kupplung und Schaltgetriebe

W108/W109 Vorbau

Lenkung knackt

Autogas, Erdgas

Gurte hinten

W114/W115 (Strich 8), 1968-1976

Woher kommt der Name Strich-8?

Ausbau Instrument 5

Def. Lüftungsgebläse5

Kotflügel 1. Und 2. Serie

Zündanlage

Automatik

Automatik-Öl

Automatik, Getriebe, div

Stoßdämpfer

Lautes Geräusch von hinten/unten mit Verzögerung - Radlagerschaden?

Radlager wechseln

Zylinderkopf

Nockenwelle

Bleizusatz

Höherlegung

Motortyp

Anlasser 200D (1975), W115

Benzinpumpe 250CE/8 ´71

Vergaser

Thermostat

W111

W115

Nebelschlußlicht für w115 Bj1974

Motor von W123

Kaltstartproblem

Größerer Tank

W116

Typenschild

Unterschied M116/M117

Unfreiwillige Geschwindigkeitsbeschränkung

Gasannahme

Auto schüttelt und rüttelt

Motor klingelt und klappert

Farbpalette

Armaturenbrett

Automatik

Vorderachse

Kurbelwelle

Klimaautomatik

Windschutzscheibe einbauen

Fensterheber 2

Schiebedach

Schaden vom langen Stehen?

Sprit: Super-Plus

W123, 1976-1985

ABS-Anlage

Felgen

Ventilspiel

Zitternder Öldruckmesser

W124, 1985-1995

Dröhnen

Öldruck

Quietschen hinten 7

W124 Kombi

Doppelrollo

Hidden Feature: Heckscheibenwischer 8

W126

Motor

Zylinderkopfdichtung

Vorderachse

Ölwechsel

Thermostat

Scheibenwischer

Fensterheber

Fußmatten

Holzverkleidung

Gardinen

Korrossionsschutz

Hidden Features

W201 (190)

Bereifung

Stoßdämpfer

Instrument

Zündschloß

Motor stirbt nach kurzer Zeit ab

Elektrischer Fensterheber defekt

Hifi-System

Lautsprecher-Kabel

W201 Kombi?

Gebrauchtwagen, Ersatzteilversorgung, Preisniveau, etc.:

Preise

Reifen

Reifenwechsel

Weißwandreifen

Reifenwechsel - Unbedenklichkeitsbescheinigung2

W107

W108/W109

W116

Alltagstauglichkeit

Kosten

Kaufberatung2

300SD

Katalysator

W123

Kaufen?

Katalysator

W124

300 Turbodiesel

W126

Finger weg von Fahrzeugen vor 09/87!

Motorüberholung /p>

W201 (190)

Kaufen?

Katalysator

190E 2.6

Geschmacksfrage und Wiederverkauf

Links

Allgemeiner Teil

Typenkunde

mit Bildern unter http://www.dbdepot.de/service/typen.html

Motor- und Karosserie-Bilder unter http://www.zwoachzig.de

Farbtabelle unter: http://www.strichacht.de/farb.html

R/C 107: 1971-1989

W108 / W109 "Alte S-Klasse": 1965-1972

W110 / W111 / W112 Limousine "Heckflosse": 1959-1967

W111 / W112 Coupé / Cabriolet: 1962-1972

W113 "Pagode": 1963-1972

W114 / W115 "Strich Acht": 1968-1976

W116: 1972-1980

C/T/W123: 1976-1985

C/T/W124: 1985-1995

C/W126: 1980-1991

R129: 1989-2001

C/W140: 1991-1998

W201: 1982-1993

W202: 1993-2000

C/T/W210: 1995-2002

Q: 220Seb Bj. 65 - was heißt eigentlich das kleine "b" nach dem SE? Außerdem gibt es ja noch einen SEb Coupe - laut AI-Homepage also Typ W111. Warum heißen die dann nicht "SEC". Kann mich da mal jemand aufklären? Gibt es motormässig da große Unterschiede? (Marko Vollmer)

A: Meines Wissens ist das b als Unterscheidung zum Ponton angehängt worden, wo es das gleiche Modell ja auch schon gab. So wurde es ja auch bei den 114/115 gemacht, wo das Erscheinungsjahr angehängt wurde, und den Wagen den sehr geläufigen Spitznamen /8 gab. (Tobi, mailto:TobiMah@gmx.de)

H-Kennzeichen

Q: Schon seit längerem quält mich eine Frage: Kann der TÜV die H-Zulassung wieder rückgängig machen lassen?  Was passiert, wenn ich mein H-Fahrzeug umbaue, z.B. anderer Motor, Bremsen, Räder etc? Wer weiß, wie so etwas gehandhabt wird? Bin auf Eure Antworten gespannt. (Lutz: mailto:leo 13@gmx.de )

A: Zunächst passiert nix, aber bei der nächsten HU. Da gibt's dann Ärger. Der TÜV ist ja auch als einziger berechtigt, Dinge einzutragen. anderer Motor und Bremsen oder Felgen sind ja eintragungspflichtig. Fährst du ohne Eintragung, bist du bei der HU dran, und wenn du's eintragen lassen willst, was sicherlich auch ohne Probleme läuft, werden sie dir die Schlüsselnummern für den Oldtimer und damit die Steuervergünstigung rausändern. Aber das ist ja auch OK, denn das H Kennzeichen soll ja auch originalerhaltene Oldtimer fördern, und nicht eine eine Gesetzeslücke zum Steuernsparen mit aufgemotzten Altmöhren schaffen. damit soll ja der Stand der Technik vor X - Jahren dokumentiert werden, was mit falschem Motor ohne Zweifel nicht geht. einzige Ausnahme dazu sind zeitgenössische umbauten, z.B. der getunte 300 SEL 6,8 von AMG, das geht dann wohl. (Tobi: mailto:tobimah@topmail.de )

Q: Muß das Gutachten für die H-Zulassung eigentlich vom TÜV gemacht werden,  oder kann das auch jeder Gutachter machen? (Jens, mailto:jens@anymore.de)

A: Also das Gutachten für die Anerkennung eines Fahrzeugs als Oldtimer erstellt nur der TüV (§21c). Gleichzeitig wird eine neue Hauptuntersuchung durchgeführt, unabhängig davon, ob diese fällig ist oder nicht. War das Auto länger als max. 1,5 Jahre abgemeldet ist auch eine Begutachtung gemäß §21 (Wiederzulassung) erforderlich. Zum Anmelden ist ggf, eine AU erforderlich. Ziemlicher Papierkram und speziell Wiederzulassung als Oldtimer ist nicht gerade billig: In Nürnberg alles in allem knapp DM 500,--!!! (Micha, mailto:m.crimmann@lycosmail.com)

Q: Gasanlage & H-Kennzeichen - geht das zusammen? Wer hat Erfahrungen zu diesem Thema? Wer weiß wo meine seinen Oldie günstig umbauen kann. Z. B. in den Niederlanden und beim deutschen TÜV abnehmen.

A: Soweit mir bekannt, werden H-Kennzeichen nur für Fzg. im weitgehenden Original-zustand erteilt. Änderungen werden nur akzeptiert, wenn sie der Sicherheit dienen (Nachrüstung von Gurten, Warnblinker etc.) Ein H-Kennzeichen mit Gasanlage dürfte also nur für einen 123er mit Original-Gasanlage zu erhalten sein, der würde aber wohl nicht alt genug sein. (McVicar, mailto:McVicar905@aol.com)

Originalität

Q: Weiter unten im Forum ging es um die Originalität (der Farbe), und da gibt es noch ein paar Gedanken von mir. Was bitte soll wertmindernd sein, wenn ich den 116er in einer damals originalen Farbe lackiere, und der einzige Zeuge am Auto der von der Originalfarbe berichtet, das Typenschild ist? Könnte ich keine Wertminderung erkennen. Aber auch eine damals nicht lieferbare Farbe, wenns ähnlich gut gemacht ist, störte mich nicht. Ob der Benz dann "wertlos" ist, sei einmal ausdrücklich bestritten. Ich möcht nur in Erinnerung rufen: der 116er ist ein Produkt der 70er, eines Jahrzehnts, in dem es schräge Frisuren, schräge Tapeten, 10cm hohe Plüschteppiche oder gelbe und froschgrüne S-Klassen gab. Es war einfach sehr vieles erlaubt, was nach heutigen Maßstäben an Geschmacksgrenzen stößt. Aus diesem Zeitgeist heraus verstehe ich dieses Auto auch heute noch. Natürlich ist astralsilber eleganter (das fuhren damals die Verzopften), originaler allemal ist orientrot, ikonengold etz. oder eben eine schöne schräge neue Farbe (von VWgibt es da so ein neues Gold, schon gesehen?) Und etwas zweites: unser Objekt der Begierde war ja ehrlich ganz selten verbreitert, tiefergelegt, verspoilert etz. worden. Hier verstehe ich die Oldie-Fraktionen von Opel, BMWusw. die hier auf peinliche Originalität bestehen. Doch dieses Problem haben wir nicht. Das schlimmste, was einem passieren kann sind falsche Felgen und/oder Radlaufchrom.  Doch wie weit kann/muß O. nun wirklich gehen? Wie sieht es mit Zubehör aus, das zwar von MB damals als SA lieferbar war, _an meinem Auto_ aber nicht original ist? (Scheinwerferreinigungsanlage, EFH, Leseleuchten im Fond, Lederausstattung, erweitertes Holz etz.) Sinkt dann der Wert des Wagens, nur weil es nicht original war? Eindeutig nein. Oder modernere Elemente: eine moderne Klima mit den Originalschaltern? moderne Fensterhebermechanik mit den Originalschaltern kombiniert? Steigert den Wert eindeutig würde ich sagen. Doch es ist noch nicht vorbei:

- was sagt ihr zu den elektrischen "klack-klack"-ZV?

- 15"-Alus im Barockdesign?

- 15"-Stahlfelgen von der 123er Langversion?

- verchromte Auspuffclips ?

- Edelstahlauspuffanlage (hält ewig) oder vom Zubehör (billiger)?

- hintere Stoßdämpfer die das Fahrzeugniveau halten, und die vollbesetzten Autos nicht mehr so "hängen"?

- Wuchtgewichte an den Alus innen geklebt und nicht außen draufgehämmert (gabs in den 70ern auch nicht)?

- ein Radio, das alt aussieht, aber modernste Technik drinnen hat?

und so weiter, und so weiter. Was ist tolerabel, was nicht? Gibt es einen Unterschied zwischen dem, was man sieht, und dem was man nicht sieht? Und wenn ja, warum?

Ich meine, es muß einfach der Gesamteindruck stimmig sein. Mein erster 116er war ein nauticblauer 450er (original: classicweiß), mit blauem Leder innen, sehr schöne 16"-Alus mit 225/245er Bereifung. Ich habe ihn echt geliebt, und für mich hatte der einen Wert. Und als mir einer reingedonnert ist und einen Totalschaden verursacht hat, war der Sachverständige der Versicherung derselben Meinung (!). Der Wagen hatte fast 300.000km runter, und ich bekam noch ca. 7.000,-- DEM für den Totalschaden. Und er war nicht original!

Also liebe Leser: worauf können wir uns einigen? (Andreas Illenberger, mailto:a.illenberger@gmx.net).

A: Zum “Wert” eines Autos allgemein: Ein Auto hat viele Werte: Den Sammlerwert nach Classic-Data (Wertgutachten sind allerdings auch so eine Sache), den momentanen Marktwert (ohne Käufer bringt mir das Wertvollste Auto kein Geld), den ideellen Wert für den Besitzer...  Meine furchtbar pauschale Aussage bezog sich auf ersteren. Zu der Umlackierung: Wenn wirklich NUR das Typenschild von einer Umlackierung Zeugnis gibt, dann muß das Fahrzeug komplett zerlegt gewesen sein. Eine Neulackierung an sich ist in meinen Augen schon ein starker Eingriff in die “Ausstrahlung” eines Autos - das mag jetzt doof klingen, aber ein neulackierter Wagen sieht eben in den allermeisten Fällen nach neulackiertem Wagen aus, die originale Patina ist dahin. Mit komplett erneuerter Innenausstattung sieht es nicht anders aus - das originale Finish bekommt man praktisch nie wieder hin. Ich will jetzt keinesfalls sagen, daß man heute nicht so gut arbeiten kann, aber man sieht es eben (ich kann manchmal auch nicht genau sagen, woran, aber man merkt es meist doch irgendwie...). Wenn man um eine Neulackierung nicht herumkommt, sieht es wieder etwas anders aus - aber bevor ich irgendeine Grotte jahrelang zusammenschwarte, suche ich eben ein besseres Fahrzeug, das mit überschaubareren Maßnahmen in den gewünschten Zustand zu bekommen ist. Das ist in den allermeisten Fällen billiger - preiswerter sowieso. Ausgenommen sind Fahrzeuge von hohem ideellem Wert und sonstige Einzelstücke.

Mit “neuzeitlichen Umbauten” meine ich Umbauten, welche ganz grob in der zweiten Lebenshälfte durchgeführt worden sind. D.h. ein heute noch neuzeitlicher Umbau ist in 20 Jahren schon wieder historisch.  Ein 116er Baujahr 1980, der 1990 auf breit/tief/hart umgestrickt worden ist, ist heute in Sammlerkreisen nicht so viel wert, wie im selben Erhaltungszustand ohne diese Umbauten. Das wird in 20 Jahren auch nicht viel anders sein, wie Beispiele von weit älteren Fahrzeugen zeigen.  Mit der erwähnten EFH-Nachrüstung ist es mit originalen Schaltern alleine nicht getan, will man wenigstens die Optik wahren, denn die Türverkleidungen sind dann auch fällig (und zwar alle 4!).

Ich kann die Extranachrüstungsfachleute nicht verstehen (ebensowenig wie die meisten Grottenrestauratoren): Warum kaufen sich manche (etwas überspitzt beschrieben) einen nackten 280S in kaldoniengrün, rüsten dann 1000 Extras und einen 3,5-Liter-Motor nach und lackieren die ganze Fuhre dann noch um, weil sie schon immer von einem silbernen 350SE mit Vollausstattung geträumt haben? Billiger kommen sie damit auch nicht weg! Wenn man besondere Wünsche hat, dann muß man eben suchen, suchen und nochmal suchen!  Und im Extremfall muß man dann vielleicht auch einen Kompromiß eingehen, so ist das bei Gebrauchtartikeln eben. Zurück zur Wertentwicklung: Der beschriebene Umbau wird nie den Wert erreichen, wie ein gleich gut erhaltener “echter” silberner 350SE.

Der Einbau von Neuteilen um Verschleiß/Beschädigungen sowie Nachrüstungen, welche gesetzlich vorgeschrieben werden, sind natürlich unumgänglich. Eine Klimaanlage auf R134a umzurüsten, fällt ebenfalls unter diese Rubrik.

Moderne Technik z.B. im Radio stört den Charakter des Wagens auch nachhaltig: Der mechanische Sendersuchlauf (funktioniert übrigens 1A) mit seinen Geräuschen gehört (nicht nur für mich) zum 116er, wie das eigentümliche Ansprechen der Unterdruck-ZV. Elektronik mag hier wie da technisch gleichwertig oder gar besser sein, sie hebt vielleicht den Gebrauchswert eines Fahrzeugs (den in 10 Jahren niemand mehr interessiert), aber keinesfalls den Sammlerwert, denn irgendwann ist das neue Radio auch wieder alt (im Sinne von veraltet), aber eben doch kein echt altes Original.

Zum in der Frage genannten Beispiel des nicht mehr originalen 450: Die 7000.- waren der Gebrauchswert. Wie bereits erwähnt, ist nicht nur der Sammlerwert nach CD ausschlaggebend, wenn man ein Fahrzeug kaufen/verkaufen will, sondern auch die Marktlage. Und da werden modische Umbauten nur so lange Anhänger haben, wie sie halbwegs aktuell sind - oder allenfalls wieder, wenn sie sehr alt sind, aber das erleben die meisten Umbauten nicht.

Die gewünschte “Einigung” kann es nicht geben. Das Problem ist allerdings, daß jedes Fahrzeug, das einmal von einem “Umbauer” bearbeitet worden ist, für einen “Originaler” für immer uninteressant ist, während ein “Umbauer” auch nach vielen Jahren der originalitätssüchtigen Pflege noch zuschlagen kann. (Heinrich Heller, mailto:heinrich.heller@gmx.de).

Steuern

Q: Wieviel kostet ein W116 280SE mit G-Kat an Steuern?

A: Dieses Jahr noch 369.60 DM / Jahr. Nächstes Jahr sind es 593.60 DM (2120DM / 100ccm). Allerdings gehen die Katlosen Fz auch um das rauf (4920DM/100ccm). (Fred, 14.12000)

Katalysator und Schlüsselnummern

Q: Auf der Suche nach einem KAT für meinen W107 bin ich auf 2 Hersteller gestossen.  Wurm bietet für 3000,- einen KAT nach Schlüsselnummer 14, K&M für 2000,- einen nach Schlüssel 77.  Bei beiden soll sich der Steuersatz auf 13,20DM reduzieren.  Wo liegt der Unterschied zwischen Schluesselnummer 14 und 77?  Hat jemand Erfahrung mit dem KAT von K&M-Automobile?

A: Schlüsselnummer 77 basiert nur auf einer Ausnahmegenehmigung, ist also keine "echte" schadstoffarme Nummer. Das gleiche gilt auch für diverse Diesel-KATS für z.B. W123 Motoren, die auch nur auf 77 umgeschlüsselt werden. Diese Ausnahmegenehmigung ist relativ wackelig und die Steuern können sich in Zukunft bei 77er Nummern beispielsweise deutlich erhöhen. (Thomas, mailto:thomas@rovingsociety.com)

A: Schlüsselnummer 77 u. 14 bedeuten beide die Einstufung nach Euro1, d.h.. ab 1.12001 schon wieder Anhebung der Steuern von derzeit ca. 13DM/100ccm auf ca. 21DM/100ccm.  Wurm bietet aber auch eine Nachrüstung auf E3 an, das bedeutet sogar ab 1.12004 Steuern von nur ca.  13DM/100ccm .  Wenn Kat-Nachrüstung, dann auf jeden Fall auf die bestmögliche Euronorm (= E2 oder E3)!  Der evtl Preisunterschied lohnt sich siehe auch die URL!  http://www.motor-presse-online.de/Ratgeber/Geld/steuern/inhaltfort.htm (Karl-H.)

ASU-Plakette

Q: Mir wurde gerade erzählt, daß wenn man einen Kat in einen z.B. 240d/8 einbaut, man nur zum eintragen zur au muß, danach könnte man den Aufkleber vorne eigentlich wieder abkratzen, denn danach interessiert das niemanden mehr beim Tüv, da der wagen vor 1.1.77 zugelassen wurde! Stimmt das? (Horst)

A: Stimmt absolut. Die haben damals an so eine Zusammenstellung nicht gedacht. Gilt natürlich auch für Benziner vor 1.4.69.

A: Wenn Dein Auto (trotz Kat) nicht jährlich zur AU muss, ist es sogar sehr zu empfehlen, eine eventuell vorhandene Plakette zu entfernen und auf keinen Fall mit einer abgelaufenen Plakette rumzufahren. In Oldtimer Markt war vor einiger Zeit ein Artikel zu lesen, wo ein nicht-AU-pflichtiger Volvo irrtümlich mit einer Plakette versehen worden war, der Besitzer sie nicht entfernte und schließlich Bußgeld wegen abgelaufener AU zahlen mußte - zu Recht! Die Begründung war: Wenn eine AU-Plakette am Wagen ist, muß sie auch gültig sein, denn ein Kontrolleur kann nicht ohne weiteres erkennen, ob der Wagen vor oder nach dem 1.7.69 (es war ein Benziner) zugelassen wurde. (Uli).

Oldtimer-Versicherung

A: Bei der Agrippina-Versicherung gibt es eine Oldtimer-Versicherung für PKWund Motorräder, die mindestens 20 Jahre alt sind. Die Fahrzeuge dürfen nicht für den täglichen Gebrauch bestimmt sein und nur eine geringe jährliche Kilometerleistung aufweisen (< 5000 km). Außerdem müssen das Fahrzeug überdurchschnittlich gut erhalten und weitgehend im Originalzustand sein. (Kajetan Hinner)

Anschnallpflicht

Q: Wie verhält es sich mit der Anschnallpflicht in Oldtimern?

In meinem speziellen Fall durfte ich gestern 60,- zahlen. ich fahre einen 200/8 bj.69, vorne Gurte, hinten nicht.

Gibt es einen Stichtag? Und wenn ja, muß man die Gurte nutzen wenn welche vorhanden?

Spielt eventuell die H-nummer eine Rolle?

Abgesehen davon, daß es wohl immer besser ist sich anzuschnallen.

Mich interessiert nun mal ob das Knöllchen vom Gesetz aus gerechtfertigt war. Jens (mailto:cml@bergisches-netz.de )

A: Wenn Gurte drin sind MÜSSEN sie benutzt werden

„gibt es einen Stichtag?“: Ja. Fz vor Erstzulassung 1.4.1970 brauchen keine Gurte. Kompliziert wird‘s mit den hinteren Gurten. Wenn Befestigungspunkte vorhanden sind (beim /8 der Fall) und Du Kinder unter 12 Jahren und/oder kleiner 1.5m reinsetzt, müssen Gurte angelegt bzw. erst mal eingebaut sein. Sonst kann dir der nächste Polizist wieder 60 DM abknöfpen. (Fred)

A: Grundsätzlich gilt die Anschnallpflicht für alle Verkehrsteilnehmer.  Geahndet wird dies mit 60 DM ohne Punkte. Die Rechtsgrundlage dazu ergibt sich aus § 21a StVO.

Es gibt folgende Ausnahmen:

- Taxi-/Mietwagenfahrer bei Fahrgastbeförderung

- Lieferanten beim Haus-zu-Haus-Verkehr im Auslieferungsbezirk

- Fahrten mit Schrittgeschwindigkeit wie Rückwärtsfahren, Fahrten auf Parkplätzen

- Fahrten in Kraftomnibussen, bei denen die Beförderung stehender Fahrgäste zugelassen ist

- das Betriebspersonal in Kraftomnibussen und das Begleitpersonal von besonders betreuungsbedürftigen Personengruppen während der Dienstleistungen,  die ein Verlassen des Sitzplatzes erfordern

- Fahrgäste in Kraftomnibussen mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5t beim kurzzeitigen Verlassen des Sitzplatzes

Zusätzlich gelten Ausnahmen für Polizeivollzugsbeamte u.a. Sonderdienstleister.  Angaben natürlich ohne meine persönliche Gewähr ;-) Steht alles in der StVO. Stephan

A: (Zusatz): Das ist alles richtig, allerdings brauchen in Autos, die vor 1969 (Stichtag weiß ich nicht) gebaut wurden, keine Gurte eingebaut zu sein. Wenn allerdings welche drin sind, dann muß man die auch benutzen. Die Knolle ist also gerechtfertigt. Lutz (mailto:leo13@gmx.de

Lange Standzeit

Q: ich kann einen 280SL, Bj. 68, kaufen, der seit 10 Jahren abgemeldet in einer trockenen Garage steht.  Der Wagen wurde aber nicht irgendwie auf seinen -langen- Stillstand vorbereitet. Was für Standschäden sind zu erwarten und wie nimmt man ihn am besten wieder in Betrieb ?  Vorher Ölwechsel am Motor ist klar, aber genügt das ?  Muß ich mit Schäden an der Bremsanlage rechnen, Bremsleitungen, Sättel, Zylinder, etc. ? Wie sieht es mit der Einspritzanlage aus ?

A: Da ich kein Schrauber bin, kann ich Dir nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. Es gibt immer wieder Fälle, wo Fahrzeuge eine solche Standzeit fast wie nix wegstecken. Eine trockene,  gut belüftete Garage ist hier das A und O.  Versuch als erstes, den Wagen aus der Garage zu schieben. Wenn Du willst, kannst du bereits jetzt einmal vorsichtig die Bremse treten. Sollte der Wagen jetzt noch rollbar sein, würde ich sagen, das die Bremsen nicht fest sind und Du vorsichtig in die Werkstatt zur Kontrolle fahren kannst. Das nächste Problem werden wahr. die Reifen sein (sind die noch voll ?)  Kontrolliere alle Spritleitungen im Motorraum und - sofern möglich - auch unterm Fahrzeug auf Dichtheit. Nimm einen Schrauber für diese Arbeiten mit. Versuch den Motor per Hand bzw. per Spezialschlüssel zu drehen.  Wenn er dreht ist das ein gutes Zeichen.  Wenn alle Kontrollen positiv verlaufen, tausche vor dem Startversuch die Benzinfilter, Kerzen und Zündungsverschleißteile (sofern das nötig ist).  Starte das Fahrzeug mit einer neuen großen Batterie. Sei vorsichtig mit der Verwendung von Startpilot (oder ähnlichen Dingen). Das Zeug kann in hartnäckigen Fällen helfen, Dir aber auch durch die starke Explosion den Motor schädigen (hat mir mal 'ne Werkstatt gesagt).  Wenn der Wagen angesprungen ist, lass in kurz laufen und fahre dann mit ihm per Trailer in die Werkstatt. Du solltest nicht auf eigener Achse fahren, da evtl. die eine oder andere Motordichtung unter Last den Geist aufgibt. In der Werkstatt sollten folgende Arbeiten durchgeführt werden:

1. Alle Öle und Filter tauschen

2. Bremsflüssigkeit wechseln

3. Reifen erneuern

4. Batterie erneuern

5. Bremsen prüfen und ggf. erneuern

6. alle gammligen Leitungen rauswerfen (Martin Jakubowski, mailto:Ria_und_Jaku@T-Online.de)

A: Das Öl musst Du vorm ersten Startversuch wechseln. 1. Ist das Zeug ALLES unten und nicht irgendwo im Motor 2. Die Schmierfähigkeit ist nach 10 Jahren miserabel 3. Wer weiß, wieviel km das Öl schon drauf hatte als er abgestellt wurde. Ölfilter nicht vergessen. Der kann durchgerostet sein ( hab ich schon erlebt) und beim ersten Startversuch ist die Schweinerei auf dem Boden. (Fred, mailto:alfredschenk@compuserve.com)

A: Da die Bremsflüssigkeit ne menge Wasser zieht, kann es sein, daß die Bremsleitungen eingerostet sind. das läßt sich aber leicht überprüfen. Bremsen und abwarten was passiert. (Tobias Nause, mailto:t.nause@fh.wolfenbuettel.de)

A: Ich fürchte, daß nach dieser Zeit die Laufhülsen angerostet sind. Das Öl ist sicherlich schon längst von den Zylinderwänden heruntergelaufen oder verharzt. Aus diesem Grunde würde ich vor der Inbetriebnahme Öl in die Zylinder (durch die Zündkerzenlöcher)einspritzen und dann den Motor vorsichtig von Hand durchdrehen (rechts herum). Beim Durchdrehen fühlst Du dann auch wenn der Schmiereffekt eintritt, oder ob die Kolben in rostigen Laufhülsen schaben. Aber ich halte das Einsprizen von Öl in die Zylinder in jedem Fall für wichtig. Eventuell sollte man auch frisches Öl in den Ölkreislauf drücken, was über das Ölfiltergehäuse mit irgend einem Adapter möglich sein sollte. (Lothar Geisbusch, mailto:geisbusch@ihf.uni-stuttgart.de)

A: Egal, wie voll der Tank noch ist (normalerweise wird ja mit vollem Tank stillgelegt, normalerweise!), auf jeden Fall den alten Sprit raus und frischen rein. Nach 10 Jahren sind Additive und Oktanzahl jenseits von Gut und Böse. Ich hab´ aus falscher Sparsamkeit auf diese Art und Weise mal einen Rasenmäher zerlegt (Pleul-Bruch wg. unkontrollierter Zündung). (Otto)

A: Wenn du vor dem ersten Startversuch Öl und -filter gewechselt hast, schraub die alten Kerzen raus und die neuen noch nicht rein! Ohne Kompression kannst du jetzt mit Starthilfe bei einigen Unterbrechungen solange orgeln, bis sich Öldruck aufgebaut hat. Wegen der fehlenden Kompression kann sich das Schmiermittel so ohne Druck und Belastung verteilen, was für trockene Lager etc. auf jeden Fall schonender ist. Ansonsten zusätzlich zu den bereits erwähnten Dingen die Schläuche des Kühlsystems nicht vergessen! (Heinz B., mailto:heinz-b@gmx.net)

Vorderachse

Q: W124 TD 250: Wenn die Räder in Fahrtrichtung Gerade stehen, gibt es auf leichte Lenkbewegungen und auf schaukeln an den Kotflügeln dieses komische Gequietsche und Geknarze! Michael (mailto:michael.unterrieder@utanet.at )

A: I had the same problem with my 300D. I had taken the car to a car wash where they use a high pressure stream to clean all the salt off the under side of the car. Well, they blew both rubber boots off the ball joints which allowed water to get into them. After replacing the ball joints, it was quiet again. Hope to have been of some help. Regards Fred Herrmann, (NJ USA) (mailto:fredherrmann@hotmail.com )

Kupplung verschlissen?

Q: Wie erkennt man ob eine Kupplung verschlissen ist ? (beim 190D)

A)Wenn man das Kupplungspedal ganz durch treten muß

B) Wenn man das Kupplungspedal nur ganz wenig betätigen muß

A: Deine freundliche DB-Werkstatt hat eine Lehre (Prüfvorrichtung), mit der sie den Verschleiß der Kupplungsscheibe am Nehmerzylinder messen kann. Sonstige laienhafte Versuche wie Anfahren gegen gezogene Handbremse im 2.Gang (Motor muß ausgehen), taugen nicht viel, außerdem haben die Daimlers hydraulische Kupplungsbetätigung, da ist nix mehr mit Spiel einstellen. (Steve, mailto:strol@gmx.de)

Öldruck

190D

Q: Nach längerer Fahrt fällt der Öl-Druck statt 0.3 bar (2.7 bar) im Stand auf 1 bar ab (2.0 bar) ist das normal?

A: Der Öldruck darf laut Mercedes im Standgas ohne weiteres und irgendwelche Schäden bis zu 0.3 bar abfallen (Klaus Behle, mailto:klaus.behle@pironet.de).

A: ist völlig normal. Bei längerer Fahrt erwärmt sich das Motoröl und wird etwas flüssiger. Das führt zu dem geschilderten Druckabfall. Die Werte sind OK, das macht mein 230.6/8 auch. (Justus, mailto:drjliebig@aol.com)

Wasserpumpe

Q: Bei meinem 230 CE Bj.´85 ist wahrscheinlich die Wasserpumpe defekt. Zumindest läuft Wasser am Motorgehäuse herunter.  Welchen Schaden kann eine defekte Pumpe oder eine undichte Dichtung am meinem Auto verursachen? Renke (mailto:R:Schneider@Peguform.de )

A: Eine Wasserpumpe kostet im Austausch etwa 150 DM. Wenn Du zu lange wartest, dann kann die Spule für die Lüftermagnetkupplung festgammeln, d. h. es gibt ein Problem mit dem Ausbau. Lothar Geisbusch (mailto:geisbusch@ihf.uni-stuttgart.de )

A: Beim /8 gab es einen Reparatursatz für ca. 20DM. Man mußte beim Händler aber immer zweimal nachfragen, Austauschpumpen bringen eben mehr.  Ob es für den 230er einen solchen Reparatursatz gibt weiß ich allerdings nicht, kann es mir aber gut vorstellen. (Christian)

A: Möglich. Sowas hilft aber nicht, wenn‘s am Lager leckt. Da ist meist auch dieses hinüber. Austauschteil zu kaufen bringt hier dann wirklich mehr (bzw. weniger Arbeit auf Dauer (;-)) (Otto)

A: Wenn Du mit Lager die Schleifkohlendichtung mit Kunststoffbalg meinst, gehört diese zum Reparatursatz. Was soll denn sonst kaputtgehen an der Wasserpumpe? (Christian)

Kühlerdicht

Q: Bei meinem W116 tropft der Kühler. Nicht stark, aber er hat immer einen Tropfen Kühlflüssigkeit dran. Kann man das mal mit Kühlerdicht versuchen? Oder läßt man besser die Finger davon und wechselt gleich den Kühler?

A: Laß die Hände von dem Zeug!! Bin vor kurzem vor der gleichen Entscheidung gestanden und habe mich mal bei mehreren befreundeten KFZ- Mechanikern und Meistern erkundigt. Haben mir alle davon abgeraten. Das Zeug würde sich in den teilweise feinen Kühlwasserkanälen anlagern und diese verstopfen. Das gleiche gilt übrigens auch für dieses Ölverluststopzeug. Auf diese Weise hat ein KFZ-Mechanikermeister schon einmal einen BMW_Motor geschrottet!  Ich habe meinen Kühler jetzt löten lassen und nun ist wieder für die nächsten 40 Jahre Ruhe (hoffentlich :-) ) (Werner, mailto:wcheg@aol.com)

A: Was hast Du denn mit dem Auto noch vor? Wenn es ein Ge- bis "Ver"brauchtwagen ist, der noch die Zeit bis zum nächsten TÜV irgendwie überstehen und danach ohnehin in die Presse soll - dann sicher, ohne jeden Zweifel Kühlerdicht rein!  Hast Du aber ein Ersthand-Sahneschnittchen, kaum km auf der Uhr und einer deutlich größeren Lebenserwartung,  dann würde ich mir das nochmal überlegen...  Schließlich kippst Du eine Chemikalie in den Motor, die das Leck im Kühler "zukleistert". Natürlich setzt sich der Kleister aber auch überall sonst im Kühlkreislauf fest, und wie das dann ein paar Jahre später aussieht, würde mich echt mal interessieren... Wahrscheinlich ist das Zeug dann versteinert - und wenn sich davon dann mal ein paar Brocken lösen, dann könnte das zu echten Problemen führen !

A:

Biodiesel

Vorbemerkung (K.H.): Aus der Zeit Nr. 4 vom 20.12000 fand sich folgende Meldung auf S. 29:

"Diesel aus Raps statt Mineralöl: Was verlockend klingt, bringt weder der Volkswirtschaft noch dem Klima entscheidende Vorteile. So lautet der Befund zweier Gutachten des Heidelberger ifeu-Instituts und der Ruhr-Universität Bochum. Zwar entsteht bei der Verbrennung des "Biodiesels" kaum klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2), im Endeffekt nur so viel, wie die Pflanzen beim Wachsen aus der Atmosphäre ziehen. Allerdings könnte maximal ein halbes Prozent des deutschen Bedarfs angebaut werden - und das nur unter hohem Flächenverbrauch und intensivem Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. [...]"

A: Man kann aus vielen Pflanzen Öl gewinnen (z.B. Rapsöl, Senföl, Sonnenblumenöl...). Diese Öle sind aber recht dickflüssig und erstarren schon bei Null Grad, damit sind sie im Winter als Dieselersatz nicht zu gebrauchen  (da sie einfrieren) und auch im Sommer sind sie zu dickflüssig, um von der Kraftstoffpumpe angesaugt und von der Einspritzpumpe durch die Düsen gepreßt zu werden. In einer chemischen Reaktion (eine Veresterung, um genau zu sein) werden diese Öle so modifiziert, daß der Gefrierpunkt sinkt und ein Fließverhalten ähnlich dem Diesel erreicht wird.

Bei dieser Veresterung wird Energie verbraucht, welche meist aus fossilen Brennstoffen bezogen wird, das macht den Umweltpolitischen (Un)Sinn des Biodiesels aus. Was nutzt es der Umwelt, wenn zwar am Auspuff nicht mehr CO2 rauskommt als die Pflanzen beim Wachstum verbraucht haben, aber bei der Aufbereitung wieder fossile Brennstoffe benutzt werden?

Die eingeschränkte Verwendbarkeit des Biodiesels wird durch dessen Lösemitteleigenschaften festgelegt. Biodiesel läßt Gummi aufquellen, wodurch dieses letztlich zerstört wird. Um Biodiesel verwenden zu können, müssen alle Gummiteile, die damit in Berührung kommen, aus besonderem, resistentem Material sein. Leider ist das bei den alten Dieseln nicht der Fall, all diese Teile müssen ausgetauscht werden. (Thorsten Windhüs)

A: Noch mehr Info unter Biodiesel.de (Bernd: mailto:ro-fi@foni.net)

A: und www.elsbett.com/studien.htm (Sascha: mailto:sascha_schulz@usa.net )

A: Mein alter 240D3.0 TREKKER rollte 1998 in meine Hobbywerkstatt leider immer noch nicht zusammen gebaut, Gesamtlaufleistung von 1975 - 1998 ca.800.000km mit erster Maschine. 1994 habe ich NATURSAFT getankt und ca.180.000km mit RAPSDIESEL gefahren, und geht besser wie der mineralstinkdiesel Freigabe habe ich selbst versucht!!! Info NATURSAFT möglich (Bernd: mailto:ro-fi@foni.net )

A: Ich besitze einen 220D/8 Bj.71 und fahre schon seit ca.9 Monaten mit Biodiesel und habe noch keine Probleme gehabt (es werden auch keine auftreten). Sogar die Standheizung (Webasto) funzt damit.(riecht echt besser!) Sascha (mailto:sascha_schulz@usa.net)

A: Auch hier in Finnland gibt es erfahrungen von biodiesel in 240 3.0D. Veijo Laiho aus Pöytyä hat mit seinen /8 ueber 80000km Senfoel als Triebstoff benutzt. Er hat sehr gute Erfahrungen und hat sogar Emissionstesten zusammen mit der Berufshochschule in Turku gemaht. Lesen sie die Seite: http://personal.inet.fi/yritys/ekolaiho/mustarddiesel.html

A: Ich bin mehrere Jahre w124 200d Taxi ohne Probleme mit Rapsdiesel gefahren. Ein Fiat Tempra im Vergleich dazu ist im Stand beim Servolenken abgekackt. Hauptsache riecht nach Pommes. (d-wit)

A: Der Artikel ist echt interessant, allerdings läuft der Wagen nicht mit Biodiesel sondern mit organischem Öl (ähnlich dem Rapsöl), und das auch nur in einer Mischung mit normalem Diesel. Dennoch baut das auf, die Firma Elsbett rüstet die Wirbelkammermotoren von MB auf den Betrieb mit reinem Pflanzenöl um, vielleicht geht das ja auch für die alten Motoren. Thorsten Windhüs

Aldi Tafelöl

Q: Gibt es Erfahrungen mit der Verwendung von Bio-Ölen (in diesem Fall Aldi Tafelöl für 1,09 DM/l) als Diesel-Ersatz-Treibstoff? Ist das zu empfehlen, gibt es Probleme, kann man mischen oder was? (Merret Wiemer, mailto:mwiemer@biologie.uni-bielefeld.de)

A: Ich habe mich etwas damit beschäftigt und auch einige Studien dazu gelesen. Für die ungeduldigen die Quintessenz:  Die Diesel laufen damit auf Kosten eines deutlich erhöhten Verschleißes.  Und nun ausführlicher:

- Reiner Diesel funktioniert am besten, klar.

- Motoren mit Biodiesel zeigen ähnliches Leistungsverhalten wie Motoren mit Diesel, das Abgasverhalten ändert sich jedoch (was sich wohin verschiebt muß ich zu Hause nachsehen) und die Gummiteile lösen sich mit der Zeit auf  (Verwendung von Fluorkautschuk nötig)

- Rapsöl ist zu dickflüssig, um ohne Zusätze gefahren zu werden. Im Sommer liefen die Testmotoren damit, hatten jedoch mit starken Ablagerungen an Kolbenringen und E-Düsen zu kämpfen, was schließlich zum Ausfall der Maschinen führte. Im Winter dickte das Rapsöl ein und konnte nur durch Zumischen von Diesel flüssig genug gemacht werden, um von einer Kraftstoffpumpe gefördert zu werden.

- Fa. Elsbett: Habe da schon früher mal angerufen. Für die Vorkammermotoren bietet Elsbett keine Umrüstung an. Also habe ich nachgefragt, was denn bei den Wirbelkammermotoren verändert wird: es werden andere Einspritzdüsen eingebaut und eine recht komplizierte Treibstoffwärmung installiert, damit das Rapsöl flüssig bleibt und gefördert werden kann. Und ohne weiter bohren zu müssen sagt der Techniker, daß die Belastung der Einspritzpumpe deutlich steigt (da der Sprit immer noch dickflüssiger ist). So ganz problemlos ist Rapsöl also nicht... (Thorsten Windhues, mailto:windhues@uni-duisburg.de)

A: Mein 220D (Bj. 71) läuft auch mit 2/3 rme, 1/3 rapsöl und etwas benzin (2-3l), der flammpunkt und die viskosität müssen stimmen. (Sascha, mailto:sascha_schulz@usa.net)

A: Ich hab´s auch schon probiert. 1/2 RME und 1/2 Salatöl von Aldi.  Man kann damit fahren. Aber die Leistung läßt spürbar nach.  Zur Verdünnung hab ich etwas Benzin zugetankt. (so wenig wie möglich und Normalbenzin) Geld sparen kann man so allerdings nicht.  Ob die Pumpe und die Düsen das lange mitmachen, weiß ich auch nicht. (Guido)

Vollsynthetisches Öl, Additive, Bleizusatz, etc.

A: Bleizusatz und Additive sind unnötig (O-Ton Daimler-Benz, laut: http://www.v-d-h.de/index.html/Stammtisch/sued/Bleifrei/bleifrei.html), Thomas Guth (mailto:tguth@rumms.uni-manheim.de )

Q: Mein Problem ist nun bloß folgendes:  Der Vorbesitzer meines Coupes hat damals, kurz bevor ich ihm genug Geld geboten habe (bei 145tkm), 0W30 Vollsynthetisches Öl rein. Wir dachten beide: nicht schlecht, (das war vor 16 Monaten brandneu) tun wir dem Motor was gutes...

Kurz danach, bei 155tkm, hörte ich ein aufdringliches Klappern in der Nähe des Ventildeckels. Ab zu mindestens 4 verschieden MB-Werkstätten und einem Bosch Dienst. Diagnosen: ein paar sagten Nockenwelle im Eimer, ein paar sagten Hydrostößel ausgeleiert und ein paar gaben dem "neumodischen dünnen Zeugs (Öl)" die Schuld. Ich bin für alle Varianten offen und probiere erstmal den billigsten Lösungsvorschlag: Öl+Filter raus, 15W40 teilsynth. rein,  warmfahren und im Stand zwei Minuten lang 3000 U/min halten (alter VW-Bus Trick!). Kein Ergebnis (außer 90.- weg). Auf meine Frage ob man überhaupt nach Vollsynth. wieder teilsynth. reinfüllen dürfe wurde geantwortet- das mache nichts... (Ich hoffe, daß das stimmt!).

Ich landete dann schließlich bei einem wärmstens empfohlenen Meister in Nürnberg (ich studierte damals noch dort),  welcher mit mir die Sache auseinandernahm und mir alles zeigte, was kaputt war: eine Nockenwelle und 2 Hydros.  Ursprung des Problems waren die Halter des Ölrohrs über der Welle. Danach schien wieder alles beim alten, ich fahre seitdem 10W40 teilsynth. auf Empfehlung des anscheinend kompetenten Meisters; jedoch hat er mir prophezeit, daß das 0W30 damals meine Dichtungen ausgewaschen hat  (wunderbare Reinigungswirkung), was eine unerfreuliche Klangentwicklung mit sich bringt.  Er hatte recht. Mein Motor hört sich heute (175tkm) in keinster Weise mehr so an, wie damals (145tkm), als ich ihn gekauft habe. Weiterhin ölt er um einiges schlimmer als vorher (Pfützen jeden Morgen!).

Außer TV-Spots habe ich noch keine Vorschläge gefunden, meinem Motor wieder den berühmten seidenweichen Klang zurückzubringen. Wenn irgend jemand Erfahrungen mit Öl-additiven (Motor Up, und so) gemacht hat, wüßte ich das gerne. Harry (mailto:hamms015@mail.uni-mainz.de )

A: Ich habe hervorragende Erfahrungen mit "Slick 50" Additiven gemacht. Bei einem SLC habe ich den ATF-Zusatz verwendet und damit dem Wagen wieder zu sauberen Schaltvorgängen verholfen. Als Motorzusatz verwende ich "Slick 50 Vollsynthetische Motorenbehandlung" (sollte man auch bei Teilsynthetiköl verwenden). Ob der Motor länger hält, läßt sich natürlich nicht überprüfen, aber ich habe damit meinen Ölverbrauch um 0,25 Liter pro 1000 km gesenkt,  obwohl diese auf der Verpackung nicht einmal erwähnt wird. Es könnte also auch in deinem Fall hilfreich sein. Empfehlung: 1 Flasche (ca. 95.- DM)  beim Ölwechsel, dann bei jedem 2. Ölwechsel eine halbe Flasche.  Alleinimporteur für Deutschland:  Slick 50, Helmut Hornstein, Ulmer Str. 160 A, 86156 Augsburg, 0821/40 68 71. Sollte aber von jedem guten Zubehörhändler beschafft werden können. Martin R. (mailto:martin.razum@t-online.de )

A: Zu der von Dir angesprochenen Problematik folgendes.  Ich hatte im Juni 95 einen 190er 2,0 mit 174.000 km gekauft, dem ich gutgläubig sofort 5W40er Vollsynthetilöl verpaßt habe. Und weil ich ihm noch etwas ganz besonders Gutes tun wollte, habe ich den vollsysnthetischen Ölzusatz Slick50 hinzugekippt. Ganz nach dem Motto: "Für meinen ersten eigenen Benz nur das Beste!"

Schließlich sagte mir noch der Taxifahrer, der mich zum Händler fuhr, wie langlebig so ein Mercedes 190 ist.  174.000 km wären da gerade eingefahren!

Bei 221.000 km war die Maschine dann platt. Diagnose: Motorklappern durch ovale Zylinderlaufbuchsen, eindeutig verursacht durch vermehrten Schmierfilmabriß auf der Lauffläche der Zylinder. Der Spaß hat mich ganze 6.500,- DM gekostet, allerdings schnurrt der Motor jetzt wie eine Katze.

Hintergrund dieser Ölgeschichten ist folgender. Ein Motor der über Jahre mit einem 15 W40 Motorenöl gefahren wurde, hat massive Verkokungen an allen Innenbereichen des Motors, die unmittelbar mit der Verbrennung zu tun haben. Gleichsam bilden diese Verkokungen aber eine relativ sichere Abdichtung der Laufflächen mit sich, was wiederum der Kompression zu Gute kommt. In bestimmtem Maße ist so etwas also durchaus positiv anzusehen,  wird doch jeder Motor bei einer längeren Überlandfahrt i.d.R. wieder von diesen Verkokungen teilweise befreit, so daß sich im Normalfall ein "gesunder Kreislauf" ergibt. Und die Erfahrungen der Taxifahrer, die teilweise 500.000 km und mehr mit so einem Motor schaffen, sprechen auch klar für diese Verfahrensweise. Dies betrifft sowohl Dieselmotoren, als auch Benziner. Alle diese Personen fahren i.d.R. aus wirtschaftlichen Gründen ein 15 W40 Mineralöl, bzw. maximal ein 10 W40er teilsynthetisches Öl.

Wenn man nun in einen solch alten Motor ein vollsynthetisches Motorenöl hineinkippt, werden die eingangs von mir angesprochenen Verkokungen massiv ausgewaschen, da diese Öle den ultimativen "Meister-Propper-Effekt" im Motor hervorrufen. Für einen alten Motor ist so etwas u.U. fatal, da er in kurzer Zeit einen Teil seiner Kompression verliert.

Hinzu kommt, das ein solches Öl, da es dünnflüssiger ist als Mineralöl, eine geringere Dämpferwirkung hat. Damit werden also Lagergeräusche aufgrund von Lagerspiel automatisch lauter, was den zunächst subjektiven Eindruck eines Motorschadens unterstreicht.

Kippt man jetzt noch dieses Teufelszeug hinzu, was dem Kunden einen Jungbrunnen für den Motor verspricht, kann es je nach Ölsorte aufgrund der darin enthaltenen Additive zu fatalen Reaktionen, bis hin zu Ölverklumpungen kommen.

Die Folgen habe ich an meinem Motor gesehen (6.500,-DM), wobei das 5 W40er Motorenöl allein gar nicht so schlimm gewesen wäre. Vermutlich hätte ich aufgrund der geringeren Kompression ein paar PS weniger gehabt, worüber sich meine Lager wieder etwas gefreut hätten (geringerer Kompressionsdruck bedingt u.U. weniger Druck auf die Lager). Erst der Ölzusatz brachte das Aus.

Seit der Überholung fahre ich von Anfang an ein 0 W40 Vollsynthetiköl, womit es jetzt auch keine Probleme geben dürfte. Der Motor hat eben noch nicht diese Verkokungen gebildet und wird sie in naher Zukunft aufgrund der starken Reinigungsneigung dieser Ölsorten auch gar nicht erst bilden. Außerdem reduziert dieses Öl nachgewiesener Maßen den Kraftstoffverbrauch und den Motorenverschleiß, aber eben nur bei relativ neuen Motoren.

Eine Motorüberholung wird daher die einzige Lösung solcher Ausflüge ins Land der Motorträume bleiben. Frank Osthues (mailto:frank.osthues@t-online.de )

A: Laß bloß die Finger von den Ölzusätzen !!! Du weißt nie, wie sie im Motor reagieren, sie können wenn‘s schlecht läuft, sogar den Motor komplett ruinieren. Wenn der Motor undicht ist, dann schau nach, wo‘s raustropft und laß es richten.

Wenn Du dir das mit dem veränderten Klang nicht bloß einbildest, dann kann das daran liegen, daß die alten Verkrustungen den Motor "verstopft" haben, was Du mit dem Synthetiköl "behoben" hast. Das sollte sich dann aber mit der Zeit und dem "schlechteren" Öl geben. (Vielleicht ist die Maschine aber auch schlicht und einfach kaputt...)

Also nochmal: kein Mathe oder Slick oder TuneUp oder SUPERCHARGE oder sonst irgendeinen Dreck ins Öl kippen ! Das hat das Auto nicht verdient ! (die beiden letztgenannten sind ohnehin nur für den betrügerischen      Gebrauchtschrotthändler von Interesse, das soll nämlich einem asthmatischen verbrauchten Motor nochmal für die letzten Lebensmonate ein wenig Kompression verschaffen - gerade lange genug, um vor Schadenersatzansprüchen sicher zu sein). Robert

A: Im Handel erhältlich z.B. unter dem Namen "Slick" Soll eine Teflonschicht auf allen Teilen bilden, die geschmiert werden. Stell dir mal vor, diese recht weiche Schicht sitzt auf der Oberfläche z.B. deiner Zylinderlaufbahnen. Was passiert wohl, wenn das nächste Mal der Kolben vorbeikommt ? (Ersatzweise: die Hersteller von teflonbeschichten Bratpfannen raten ENERGISCH davon ab, mit normalem Besteck in der Pfanne herumzuhantieren - hierfür solle man Wender aus Kunststoff benutzen. Wie viele Kunststofflager oder sonstige Gleitflächen hat dein Motor ?)  Nur so als Anregung. PS: habe selbst mal Ölzusätze für ein paar hundert Mark eingeworfen. Ein Jahr/30tkm später 6.000,- für den Austauschmotor... (mailto:RDelhey@AOL.com )

A: Also ich fahr ein 350sl und fahr nur mit teilsynthetischem Öl, Ergebnis: 290.000km ohne Probleme. (Torsten Selgrad, mailto:selle.the.pooh@t-online.de )

Verbrauch

Auch hier nochmal die einfachste Mercedes-Verbrauchsregel. Vergaser braucht mehr als Einspritzer. Der 4 Zylinder weniger als der 6 Zylinder usw. Bei den 380er, 420er, 500er oder 560er verhält es sich analog. Verschiedene Economy-Maßnahmen brachten nur marginale Verbesserungen, die den meisten Eindruck nur in den Broschüren hinterließen. (Rudolf Körper mailto:Rudolf.Koerper@t-online.de)

Es ist unsinnig, sich über Verbrauchswerte zu streiten, bzw. darüber zu diskutieren. Es kommt immer darauf an, wo und vor allem wie man fährt.  Klar ist doch, daß man sich mit einem V8 nicht lange in der Stadt aufhalten sollte. Für einen W140 600 sind als Durchschnittswert über 20l angegeben, wer sich aber angemessen auf Landstraßen und Autobahnen aufhält, kommt auch mit 13-14l aus. Christian Schröder (mailto:W140@gmx.de )

W115

A: Mein 115 110 12 234120 verbrauchte immer zwischen 8,5 und 10 Litern je nach Fahrweise. weniger als 8,5 habe ich auch bei Schleichfahrt nie erreicht. (Martin: mailto:martin.kerzendorf@med.uni-giessen.de )

A: Ich denke mittlerweile das 12-13L bei forscher fahrweise ok sind. ich selber verbrauche auf kurzstrecke (6-15KM)  mit Standheizung so 12,5L (öfter den Kickdown benutzt), ansonsten so zwischen 9,8 und 10.5L (bis ca.110Km/h). Schalter verbraucht halt doch weniger! (Sascha: mailto:sascha_schulz@usa.net)

A: W115 D 22 (OM 615): 8,5 Liter (Jens Lewandowski: mailto:strich-acht@gmx.de )

A: W115 200 Bj 74 (etwa 12,5 l/100km) (Jean)

W116

A: W116 350SE Bj 75 (etwa 14 l/100km) (Jean)

W123

A: Ich hatte mal einen 230E bj. 80 mit 160000km, der wie ich finde mit ca. 12-13l ganz gut lag. (Stadtfahrten und Überlandfahrten hielten sich dabei etwa die Waage), Steffen

W123 D 22 (OM 615): 9,0 Liter: (Jens Lewandowski: mailto:strich-acht@gmx.de )

A: Hab einen 200 bj'83 gefahren. Bei meiner eigentlich forschen Fahrweise lag der Verbrauch immer zwischen 10,5 und 11,5. hab den wagen dann mit 430.000km verkauft, leider! (Lude, mailto:baja@telda.net )

A: Antworten auf Verbrauchsanfragen, gleichen manchmal den allabendlichen Märchenstunden. Die einen "schieben" ihren Benz fast über die Straße, die anderen haben schlecht eingestellte Motoren bzw. Vergaser, weitere hämmern nur so über die Bahn, und alle brauchen Benzin.

Auch hier sei es gesagt, die Vierzylinder brauchen weniger wie die Sechszylinder, Vergaser brauchen mehr wie Einspritzer. Somit braucht ein 230E weniger wie ein 200er. Und beide brauchen immer über 10 Liter/100km, außer du "schiebst". Und sollte dann ein Märchenerzähler kommen, der mal wieder die Mär von 8l bei überwiegend Landstraße erzählt, so meint er sicherlich 8l auf 60km.  Verbrauchswerte von 10-16l bei den Vierzylinder, bei normalen durchschnittlichen Fahrbedingungen und gut eingestellten und gewarteten Motoren sind die Eintrittskarte für W123-Benziner. Wem das zuviel ist, muß Smart fahren. (Rudolf KÖRPER: mailto:Rudolf.Koerper@t-online.de )

A: Aber laß die Finger vom 200er Vergaser, da kannst du dir gleich einen 280E kaufen...  Nun im Ernst: mein 230E mit 4-Gang-Schaltung braucht trotz G-Kat nur ca. 11 Liter auf 100 km (50% Land, 50% Stadt). (Steve)

A: Mach doch den 200 Vergaser nicht so schlecht. Soviel braucht er auch wieder nicht. Meiner so 10-12l. Aber prinzipiell gebe ich euch recht: der 230E ist wohl die erste Wahl bei den Vierzylindern, was Verbrauch und Leistung sowieso angeht. (Maik Nitz: mailto:Maiknitz@sedan.uni-osnabrueck.de )

A: Hi! Ich fahre einen Mercedes W123'er 230 CE (Bosch K-Jetronic), und mit optimaler Einstellung kommst Du im Stadtverkehr so auf 10.5 Liter (Nominalverbrauch liegt bei 12 Litern), auf der Autobahn hängt es davon ab,  wie schnell Du fährst. Am günstigsten läuft meiner im 4. Gang zw. 120 bis 130 km/h (bin schonmal mit 9.9 Litern auf 100 km "weggekommen", das war mein absoluter Rekord), aber wenn Du so zwischen 170 und Vollgas (ca. 185 km/h)  fährst, geht der Verbrauch durchaus auf 13 bis 15 Liter rauf.  Der Wagen ist aus 1983, hat den Motor 102 (der neuere 4-Zylinder, nicht mehr der OHC Motor (M115) aus dem 190 SL) mit 2,3 Litern Hubraum, 5-Gang Mech. + G-Kat. (Den M102 haben alle ab Frühjahr 1980, aber ich würde dir einen aus BJ 83 empfehlen, die sind z.T. etwas wartungsfreundlicher gebaut.) (Gero, mailto:Gero.D@gmx.net)

A: Mein W123T 240D 5 Gang im Schnitt 7.3L (Autobahn 50%, Stadt 15%, Landstraße 35%) und zügiger Fahrweise.  Mit Hänger 1.7t nur 8.5L. Mein W123T 240D Automatik im Schnitt 9.8-11L (Autobahn 50%, Stadt 15%, Landstraße 35%)und zügiger Fahrweise.  8.5 bei schonender Fahrweise (Autobahn 90km/h). (

W124

A: 250d (94PS), 8.5l

W126

Wenn du dir einen SEC kaufen willst, sollte der nach 9/87 vom Band gerollt ein.  Da diese am wenigsten verbrauchen im Vergleich zur gebotenen Leistung. Das ganze Thema ist aber schon im W126 Forum abgehackt worden. Markus

W201

A: Ich fahre mit meinem 190 D Bj. 1989 72 PS immer im 6 Liter Bereich. Dreimal habe ich es schon in den 5 Liter Bereich geschafft. Das niedrigste war dabei 5,7 Liter auf 100 km. Da fehlt nur noch die Fahrleistung zum CDI, TDI. (Christian)

A: Also ich brauche so 6,8-7,2L,auch wenn ich Autobahn durchgehend mit 170km/h fahre.Die Werksangaben liegen denke ich auch in diesem Bereich. (Klaus)

A: Also ich war mit meinem 190D Automatik immer so mit 9l unterwegs allerdings mit einem Großteil Stadtverkehr. bei 140Tkm kam dann meine ZK-Dichtung und zwei Monate später bei Glatteis die Leitplanke. :-(( (Steffen)

A: Also was das Werk angibt ist mir nicht bekannt. Aber ich fahre den 190D 201 Bj85 mit 7,2-7,8 Litern auf 100km. Ohne ihn besonders zu schonen aber auch nicht sehr sportlich. Nach jedem tanken schreibe ich Literzahl und Kilometerstand auf um von Zeit zu Zeit den Verbrauch über 1000km bestimmen zu können. Der Benz ist jetzt 220000km gelaufen und nix passiert. (Jean)

Langlebigkeit und Laufleistung

Q: Das MB langlebige Auto baut, dürfte ja jeder wissen.  Aber was ist langlebig? Da würde mich nämlich mal interessieren, was die höchste Kilometerlaufleistung eines MB war, die bekannt wurde, zumindest mit dem Original Motor. (Michael)

A: Unser 230 E Automatik W124 Bj87 hat nächste Woche 450 TKM drauf. Erste Maschine, zweites Getriebe (bei 240 TKM). Neue Kopfdichtung und Ventilschaftdichtungen. Das Auto geht immer noch prima. (Thomas, mailto:thomas.imbacher@debitel.net).

A: Aus eigener Erfahrung und der der Kollegen meines Vaters weiß ich, daß 220TKM für die Vierventiler des W124 viel ist, meistens zu viel, denn danach geht's i.d.R. stark bergab mit den Dingern. (Sebastian, mailto:sfsattler@web.de).

A: Also ich kann mich für eine Laufleistung von knapp einer Million KM (!) anhand des W123 300D meines Onkels verbürgen. Der ist allerdings auch in Kalifornien gelaufen, und da gibt‘s keinen Rost. Es war mir nur wenige Male vergönnt, mitzufahren. Als er ihn damals in Deutschland gekauft hat, gab‘s für die Amis noch runde Nummerntafeln, und als Kind hab ich mich noch tierisch über die elektrischen Fensterheber gefreut. (Thomas D., mailto:redferne@tuebingen.netsurf.de).

A: Es gibt mehrere Taxen mit Original-Motor mit entsprechender Laufleistung. Im Nachbarort fährt ein 200D/124 mit über 700 TKM. lt. Taxifahrer fährt ein paar Orte weiter ebenfalls ein 200D/124 mit 1,2 Mio. KM. Alles mit der ersten Maschine "sonst wird es uninteressant". (Martin Jakubowski, mailto:Ria_und_Jaku@t-online.de).

A: Von mir selbst kann ich sagen : 280 SE ca. 392 000 km 230 E ca. 230 000 km ( Das vom 230er ist natürlich noch wenig , kann aber nicht mehr bieten ) Ich weiss von einem Taxi bei uns in der Stadt , das 1998 die 600 000 km Marke überschritten hat . Stand in der Zeitung , mit erstem Motor !!! Und das bei solch einer Quälerei wie Taxifahren. (Christian S., mailto:CSDaywalker@aol.com).

A: 300D Bj 87 derzeit 647.000 km mit erstem Motor und erstem Getriebe. O-Ton bei der AU " Diese Werte erreichen manche nicht mal mehr bei 60.000". Bei km Stand 593.000 war die erste Kupplung hinüber. Dabei wär‘s vom Belag her noch doppelt soweit gegangen nur die Nieten haben sich aufgelöst. (Fred).

Innenraum

Färben

Q: Wie kann man rote Kunststoff-Innenraumverkleidung in schwarz umfärben?

A: Es gab mal (vielleicht gibt es das auch heute noch) von FoliaTec ein Spray, mit dem man Kunststoffe (z.B.  Armaturenbretter, Türverkleidungen usw.) einfärben konnte. Die Qualität war oder ist aber wohl nicht sonderlich überzeugend. Das Ergebnis habe ich einmal an einem Chevrolet Caprice (mit danach türkisfarbenem Armaturenbrett *schauder) begutachten dürfen, ich fand aber, daß es wirklich zu wünschen übrig ließ. (Micha, mailto:nightcab@topmail.de)

A: Ich habe vor ca. 10 Jahren mal die kackbraune Ausstattung meines Kadetts (ich weiß...) schwarz eingefärbt. Hat prima funktioniert, beim ersten Versuch gedeckt und fing auch nicht an, abzublättern. Allerdings hast Du an stark beanspruchten Stellen (z.B. unter den Fensterkurbeln) irgendwann wieder die alte Fabe hervorgeschabt - hat bei mir damals aber immerhin zwei oder drei Jahre gedauert... und ließ sich danach auch gut wieder auffrischen. Der Erfolg dürfte stark vom Material abhängig sein. Versuchs doch einfach mal mit einer kaputten Türverkleidung vom Schrottplatz.

Reinigung

Tobi: Ich mach das immer im Sommer mit Polsterschaum. alles raus, gut einweichen mit dem Schaum, kräftig wurzelbürsten und dann nach Vorschrift absaugen. Damit wurde sogar meine cremefarbene wieder 1A. Im Sommer,  damit das gut durchtrocknet und später nicht stockig riecht.

Q: Ich fahre einen 250/8 BJ71 mit beiger Stoffausstattung. Leider sind auf den Sitzen ein paar Flecken. Wie und mit was kriegt man die Flecken am besten weg? (Roland, mailto:rolandsebald@aol.com).

A: Hallo, versuch's mal mit Persil ... egal welches ;-), warmen Wasser und einer kleinen Bürste. Die Sitze richtig durchnässen beim Schrubben. Hat bei mir Wunder gewirkt und alle Flecken ziemlich restlos beseitigt. Für die Kunstlederteile an den Türverkleidungen etc. ist das auch nicht schlecht, hier hilft oft auch ein Lappen weiter, braucht man nicht alles mit der Bürste schrubben.

Aber hinterher müssen Schonbezüge zumindest auf den Fahrersitz, (egal wie's aussieht) ansonsten geht der Spaß zwei Wochen später wieder los . und ich weiß nicht wie oft man so eine Ausstattung reinigen kann, das nutzt langfristig den Stoff natürlich auch ab! (Thomas John, mailto:thomas@rovingsociety.com).

A: Versuch es mal mit einem Dampfreiniger (kein Dampfstrahler); ist ziemlich schonend und es ist der Wahnsinn, was da alles, ohne Chemie, rausgeht. (Werner, mailto:wcheg@aol.com).

A: Etwas Rei in der Tube in lauwarmes Wasser schaumig rühren und dann mit dem Schaum Polster und Türverkleidungen reinigen. Funktioniert prima. In besonders schlimmen Fällen hilft auch Rasierschaum (porentiefe Reinigung). (Sebastian, mailto:sebastian_funk@gmx.de).

Q: Bin dabei einen W116 350 SEL Bj.´77 mit Handschaltung zu restaurieren. Die blaue Kunststoffinnenausstattung  (Armaturenbrett, Türverkleidungen,...) ist aber stark abgedunkelt. Kennt jemand eine Möglichkeit um dem Kunststoff z.B. durch Lackieren, etc. seinen alten Farbton wiederzugeben ohne dabei die Oberflächenbeschaffenheit wesentlich zu beeinträchtigen???

A: Kunststoffteile lassen sich am billigsten mit Ajax Glasrein ohne Duftzusätze und Wurzel-/Nagel-/Zahnbürste reinigen. Für sehr hartnäckige Verschmutzungen Meister Propper pur nehmen und gründlich aber vorsichtig nachspülen, damit die Pappen nicht aufweichen. Wenn alles trocken ist, mit Amor All Kunststoffpflege in seidenmatt-Ausführung satt einmassieren und einige Tage stehenlassen und erst dann das überschüssige Mittel mit weichem, sauberen Lappen entfernen und für seidenmatten Glanz sorgen. Wenn das zur Neuwagen-Optik nicht reicht, im Laufe der Zeit mit einem leicht mit AmorAll befeuchteten Lappen wiederholen. Hab‘s vor etwa 10 Jahren mal so gemacht und dann immer bei Bedarf nachgepflegt, und die Innenausstattung sieht auch heute noch super aus.  Das Mittel macht den Kunststoff wieder elastisch und beugt Brüchen und Rissen vor. (besonders bei den in dieser Hinsicht extrem gefährdeten blauen Armaturenbrettern. (Klaus R., mailto:peklaro@aol.com)

A: Es gibt ein Mittel von Amor All (eine grüne Spraydose), das Zeug wirkt wunder!!! Du kriegst es in fast allen Baumärkten oder Kfz-Zubehör-Shops. Damit habe ich die Türverkleidungen von meinem 350se wieder wie neu bekommen. (Dirk Rodefeld, mailto:d_rodefeld@yahoo.de).

Lederpflege

Q: Möchte mein Leder aufpeppen und wüßte gerne, welches Mittel man dazu am besten verwendet. Was kann man gegen Abriebspuren (v.a. Rückenlehne Fahrersitz) machen? (Wolfgang Stegherr, mailto:steech@t-online.de)

A: Ich nehme zur Pflege immer Rizinusöl aus der Apotheke.  Das verwende ich fürs Auto und auch für die Garnitur in Wohnzimmer.  Mit einem nicht flusenden Baumwollappen dünn(!) einreiben und 6 Std.  einziehen lassen.  Ca. 1-2 mal pro Jahr die Prozedur durchführen. (Markus)

A: Gründlich reinigen und nachfärben mit kleiner (Airbrush)-Lackierpistole. Irgendwann gab‘s in MARKT mal eine sehr gute komplette Anleitung, bei Interesse kann ich‘s mal raussuchen und mailen (Klaus Rolfsmeyer, mailto:peklaro@aol.com)

A: Stimmt. Da wurden Produkte vom Lederzentrum (www.lederzentrum.de) empfohlen. Habe damit mein schlechtes Leder wieder schön hinbekommen. Der komplette Satz Mittelchen hat etwa DM 150,- gekostet. (Ralf, mailto:lomoth@lomoth.de)

A: Ich nehme Lanolin (Wollfett) aus der Apotheke oder eine französische Creme (v.a.für Schuhe), die mir meine Sattlermeisterin empfohlen hat. (Jan, mailto:12@operamail.com)

Schlösser

Q: Neulich sollte ich meine Tochter zum Reiten fahren. Die hatte es eilig, schnappt sich einen Schlüssel und macht den 280 SE W116 von der Fahrerseite auf. Als ich Aufsperren möchte sitzt sie schon drin. Das war sehr wunderlich da wir nur einen Schlüssel für den Wagen haben und den hatte ich. Die 13 jährige hatte mit einem ordinären kurzen Kofferschlüssel, der gar nicht wie der DB Schlüssel aussieht den Wagen aufgemacht. Auch mir gelang dies ohne Schwierigkeiten. Wie kann das sein ??

A: Wäre nicht das erste Schloß, das kaputt geht. Ist mir auch schon passiert. Meinen hab ich zuletzt mit dem Haustürschlüssel geöffnet. Da sind im inneren die Schließbleche so ausgenudelt, daß alles paßt. Außerdem werden wohl die kleinen Federn auch schon lahm sein und mit altem Schmiermittel sind die Bleche einfach fest. Kannst mal versuchen, das Schloß zu zulegen und alles so gut es geht zu reinigen. Oder Du kaufst gleich ein neues Schloß.  Schlüsselnummer steht auf der Datenkarte. (Fred)

Hifi-System

A: Ich arbeite in Tübingen nebenjobmäßig in einem Hifi-Studio und baue seit etwa einem Jahr Hifi-Systeme ein.

Also, kommt drauf an, wieviel Geld Du ausgeben willst und was Du willst: Hervorragenden Klang oder Boomcar.

1.Variante:

- Vorne und hinten 2-Wege-System von Rainbow (10er vorne liegt etwa bei 200.-, 13er hinten etwa bei 300.-, je besser, desto teurer)

- Radio/Wechserpaket würde ich Alpine empfehlen, ist von Design und Preis vielleicht gewöhnungsbedürftig,  qualitativ aber am besten. Pakete fangen bei etwa 550.- an und gehen bis etwa 1400.-. Wechsler kommt entweder ins Handschuhfach oder in den Kofferraum an die Seite.

- Endstufe in den Kofferraum (Würde ich Emphaser nehmen)

- Wenn du willst, Basskiste in den Kofferraum. Wichtig: Bloß keine Billigkisten für 200.-, das ist SCHROTT. Lieber guten Baßlautsprecher kaufen (etwa 500.-) und dann individuell Kiste berechnen, ist immer besser.

- Von B*se würde ich die Finger lassen, hält nicht sehr lange.

Wenn Du wirklich Geld hast, kauf ein Dynaudio-System (macht auch normale Hifi-Boxen, sehr gelobte und teure Marke)

- 13er System liegt bei etwa 1000.-

Endstufen für viel Geld gibts auch, da könntest Du z.B. eine von Zeus nehmen

-Bei weniger Geld: Axton 2-Wege-Systeme sind zwar ziemlich billig (200.-), klingen für den Preis aber nicht schlecht

2.Variante

-Radio und Wechsler wie oben

-Boxen von Emphaser, zur Versorgung: 4-Kanal Enstufe von Emphaser

-große Baßkiste im Kofferraum (ideal: Crystex (1000.-) von Emphaser in Kombination mit der X-Pulse-Endstufe (digital, 2500.-), verdammt teuer, bringt aber WIRKLICHE Leistung ohne Ende.

Wichtig bei beiden Lösungen:

1. gute, 3fach abgeschirmte Cinchkabel nehmen

2. möglichst dickes LS-Kabel

3. möglichst dicke + und Masse-Leitungen zur Endstufe legen

4. Eventuell Cap zur Spannungstabilisierung einsetzen (ca 100.-) (Jakob, mailto:firmitas@gmx.net)

Werkstattbuch

Q: Ich suche für unsere Pagode ein Werkstatthandbuch. Wer hat eins und will's verkaufen oder kann es kopieren ??  Ich such nicht das für den 280 SL, was mit dem 108 kombiniert ist, da ich das schon mal hatte. Da ist der SL – vom Motor abgesehen - nicht erwähnt. Im SL Club hatte ich kein Glück. Tobi (mailto:TobiMah@gmx.de )

A: Wahrscheinlich hast Du folgende Info bereits, trotzdem schreib' ich es sicherhaltshalber nochmal: laut Mercedes Classic Center (http://www.mercedes-benz.com/d/mbclassic/center/techlit1.htm) ist der 250SL auch im Werkstatthandbuch für Modelle ab Bj. 59 beschrieben,  welches die 108 Modelle noch nicht enthält. Erhältlich direkt bei Mercedes, kostet wohl 130 DM plus Steuer. (Eberhard: mailto:eberhard_geiger@hp.com )

Schrauber-Tips

Fahrersitz

Q: In meinem Fahrersitz kippt man nach links weg. Ist hier vielleicht eine Feder gebrochen und kann man dies kostengünstig reparieren? Gerd Besser (mailto:g.besser@cww.de

A: Mercedes baut (zumindest in die W123 und W126) Fahrersitze mit einem Federkern ein. Dieser läßt sich austauschen. In manchen Baureihen konnte man verstärkte Sitze als Sonderausstattung wählen und den Kauf eines solchen Federkerns würde ich auch empfehlen.  In meinem Fall, habe ich diese Arbeit von einem Hinterhof-Sattler machen lassen, weil er in solchen Arbeiten geübt ist und ich lange hätte basteln müssen. Falls Du die Arbeiten selber durchführen willst, dann achte darauf, daß Du beim Hantieren mit den Federkernen kräftige Handschuhe trägst und die Bezüge nicht beschädigst, weil die gestanzten Bleche nicht ordentlich entgratet sind. ÜatrickB (mailto:patrickbe@gmx.de

A: Ich vermute eher, daß der Rahmen gebrochen ist, da ich das gleiche Phänomen auch einmal (bei einem W123 300TD bei 600.000km) hatte. Das ist dann aber i.d.R. einfacher zu beheben als eine gebrochene Sitzfeder. In diesem Fall mußt Du nur den Sitz ausbauen (meines Wissens nach 5 Schrauben) und die Bruchstelle schweißen  (Feuerlöscher bereitstellen ;-)). Bei mir hat es danach bis zum Verkauf des Autos bei 750.000km gehalten. (Micha, mailto:nightcab@topmail.de

Abdeckplane und Regenschutz

Q: Ich bin auf der Suche nach einer guten Abdeckung für meinen /8. (damit er nicht jedem Regen ausgesetzt ist). Bisherige Modelle haben sich entweder aufgelöst waren wasserdurchlässig. (Michael)

A: An Deiner Stelle würde ich mir das mit der Abdeckung eventuell nochmal überlegen. Denn entweder ist das Ding wasserdicht und damit staut sich noch vorhandene Feuchtigkeit drunter (Rost wird sich in diesem Treibhaus wunderbar bilden und gedeihen und blühen), oder das Ding ist luftdurchlässig und damit auch nicht wasserdicht.  Eine Lösung wäre theoretisch eine Goretex-Plane, aber ich wüßte nicht, wo es so etwas gibt (Marktlücke?).  Ein weiteres Problem sind meiner Erfahrung nach Scheuerstellen. Egal, ob es sich um eine sogenannte Halbgarage  (nur für Dach und Scheiben) oder eine Abdeckung für das ganze Auto handelt: Sobald Wind aufkommt, scheuert die Plane und eventuell die Spannseile an den Karosserieecken/kanten. Habe mir damit während nur 3 Wochen den Lack an Kotflügeln, Haube, und Kofferraum (also fast rundrum) meines damaligen BMW3er Cabrios ruiniert  (man verzeihe mir das automäßige Fremdgehen). Seitdem bin ich vom Einsatz von Abdeckplanen kuriert. Als Schutz gegen Einstauben in der Garage o.k., aber sonst halte ich nichts davon. (Reinhard Mucha, mailto:Zander.Mucha@T-Online.de)

Dachhimmel

A: Warum willst Du Dir die Mühe machen Deinen Himmel umständlich mit Stoff zu bespannen. Bei MB gibt fertige Himmel die direkt eingehängt werden können. Der Preis sollte zwischen 200,- und 250,- DM liegen. Für Stoff wirst Du vermutlich ebenfalls 150,- DM hinlegen müssen und Du muss Ihn noch umständlich zurechtschneiden und einpassen. Die Preise sind geschätzt, da ich nur die Preisliste für die Limousine/8 habe und die liegt nicht hier im Büro.

Wenn Dein Himmel keine Löcher hat, dann reinige ihn im ausgebauten Zustand. Der wird nach dieser Prozedur wie neu aussehen oder Du reinigst einen Himmel aus einem Schlachtcoupé. Beim /8 hast Du - soweit ich weiss - keine Serien-Unterschiede im Dachhimmel wie im 123. Der 123 hat die gelochten Himmel nur noch bis Mitte 1979 ab da kamen andere Versionen. (Martin Jakubowski, mailto:Ria_und_Jaku@t-online.de).

Zentralverriegelung

A: Nachdem bei unseren älteren Mobilen doch immer öfter die ZV streikt und die Neuteile zwar nicht rar aber sauteuer werden, habe ich mir folgende Gedanken gemacht:

Unlängst berichtete jemand im 116er-Forum von einer eben laufenden Reparatur seiner ZV und zwei Neuteile hätten schon 80,-- und 60,-- EUR gekostet, die Rep. war noch nicht fertig. Oha! Da bekommt man ja Angst. Warum also nicht die alte ZV stillegen oder rauswerfen und eine moderne elektrische einbauen?

Ich meine, die Türverkleidungen sind dann im Falle einer Rep. ja sowieso schon herunten, der _zusätzliche_ Aufwand also nicht so enorm. Der Grund ist klar: die elektrischen machen laut "klick-klack" und das passt nicht zu einem alten Benz. _Aber_: Audi hat in den 80ern (auch in meinen 100er) ZV eingebaut, die sowohl elektrisch als auch pneumatisch arbeiten. Ganz einfach, die Kabel gehen bis in die Türen etc., und dort erst sitzt ein Schließelement das mit einer lautlosen Luftpumpe eben öffnet oder schließt, der optische und natürlich akustische Effekt ist derselbe wie beim Daimler, und solange die Batterie nicht vollkommen leer ist, funktioniert's. Und funktioniert bei meinem Audi schon seit dreizehn Jahren und 180.000km bestens ohne Defekt. Die Gummis an den Schließelementen sind dermaßen weich, ich denke die werden nie porös. Und das beste: diese Elemente bekommt man am Schrottplatz (noch) geschenkt, kein Schrotthändler glaubt, daß er sie jemals verkaufen könnte. Einen passenden Leitungssatz sollte man besser nicht beim Audi-Händler kaufen, sondern nimmt man einfach einen Leitungssatz vom Nachrüstmarkt, da kosten komplette ZV _mit_ den Motorelementen etwa 90,--EUR, die Kabel gibt es sicher um die Hälfte. Ein bißchen basteln noch für die Befestigungen.

Ich denke man sollte bei einer anstehenden Rep. sowas ins Auge fassen, oder sich zumindest jetzt schon rechtzeitig die Schließelemente vom Schrott besorgen (Andreas Illenberger" a.illenberger@gmx.net).

A: Guten Morgen allerseits!

Also das mit der ZV-Streikerei ist wirklich nervtötend, aber es gibt auch andere Abhilfen.

Die Gummimembranen der Türzylinder werden meist an der Oberseite, also der Schließenden porös. Wahrscheinlich weil hier die Umwelteinflüsse am größten sind. Die Membranen der Unterseite sehen dagegen immer wie neu aus. Darum Zylinder aus einem Schlachter nehmen und Membranen austauschen. Das geht ganz schnell (ca. 5min pro Zylinder) Verkleidungsdemontage nicht inbegriffen. Bei den Zylindern im Heck ist es schon schwieriger, da diese Membranen meist alle gleich defekt sind und es andere sind als in den Türen (viel schauen, Augen offen halten) Wem das zuviel Arbeit ist, der sollte sich eine elektrische Unterdruckpumpe besorgen (z.B. vom W123). Da muss man halt Kabel verlegen. Man spart sich aber den Umbau der Membranen und den Kauf des, meistens undichten, Steuerzylinders.

Die von Andreas beschriebene ZV gibt es auch im Golf 3 und dem ausgelaufenen Polo (auch bei diversen Seat usw.). Das elektrische Unterdruckmodul sitzt (wie im W123) im Kofferraum.

Beim W116 kann dieses Modul auch im Kofferraum versteckt werden, und zwar dort, wo der Vorratsbehälter für die ZV liegt, über dem Tank. Den Behälter tät ich aber abschließen.

Weiters kann es auch vorkommen das die ZV deshalb nicht geht, weil der Steuerzylinder an der Fahrertüre nicht richtig eingestellt ist. (Anleitung auf der W116-CD). (Thomas Hindinger Thomas.Hindinger@gmx.at)

R107

Airbag

Q: Ich interessiere mich für den alten SL und gelegentlich liest man in den Annoncen, daß die Airbag (manchmal 2)  haben. Seit wann gab es Airbag im w107, in welchen Modellen oder gar als Serie, daß er nur nicht genannt wird. (Alex)

A: Den Airbag gab es beim 107 als sa ab 3/80. serienmäßig gab es ihn nie und auch nie auf der Beifahrerseite.

(Andreas, mailto:atelier-kleist@t-online.de)

Autogas, Erdgas

Q: Wer hat Infos oder Erfahrung über Kosten / Bezugsquellen / Einbaumöglichkeiten für Autogas oder Erdgas. Was für ein Unterschied bedeuten die beiden Gasarten? Habe einen 280 SE Bj. 69 mit H-Kennz. (Christian Schnurr, mailto:chris.schnurr@t-online.de)

A: Der 280SE von 69 hat doch noch die mechanische Einspritzung mit der Stempelpumpe oder? Wenn dem so ist hast du ein problem mit der Gasumrüstung, du musst dann nämlich die Pumpe ausbauen, weil du die Einspritzung nicht abstellen kannst, d.h. du hast nacher nicht die Möglichkeit von Benzin auf Gas umzuschalten. (Werner)

Gurte hinten

Q: Wir haben jetzt für unseren 280S Automatikgurte für vorne bekommen, die die alten Autoflug Zubehör-Gurte ablösen sollen.  Unser Auto hat hinten gar keine Gurte - aber die Aufnahmen müßten ja auf jeden Fall da sein (BJ1970), oder? Kann man denn die alten vorderen Gurte hinten einbauen, oder macht das wegen dem Alter ohnehin keinen Sinn? (Simon, mailto:108@sstaiger.de).

A: Die Aufnahmen findest Du beim 108er hinten (re. + li.) auf der Hutablage. Für die hintere Sitzbank gibt es Extragurte. Du brauchst zur Montage der Gurtrollen aber noch ein paar Abdeckkappen, die Du mit den Gurten u.U. bei DB-Depot findest (http://www.dbdepot.de), sowie auch den mittleren Beckengurt. Die Gurtpeitschen mußt Du unter dem Sitzkissen montieren, indem Du vorher die Halter für das Kissen, am vorderen Rand der Sitzbank, durch Eindrücken aushängst. Falls Du dazu noch Fragen hast, melde Dich einfach. (Frank Osthues, mailto:frank.osthues@gmx.de).

Q:  Danke für die Tips! Wir hatten allerdings an eine 'weniger sichtbare', günstige Lösung gedacht: die alten Dreipunkt-Gurte als Beckengurte hinten links und rechts, die man dann unter der Sitzbank verschwinden lassen kann.

A: Geht das? Wie baut man Dreipunkt-Gurte als Beckengurte ein? Zum Einbau haben hier im Forum schon zweimal Leute mit /8ern gefragt, dort findest du auch eine ausführliche Einbauanleitung. Übrigens finde ich, dass Gurte nicht unbedingt unsichtbar angebracht sein müssen, da sie durchaus zeitgemässes Zubehör bzw. originale Sonderausstattung waren... Mein 108 hat hinten zwei Automatik-Dreipunktgurte mit der Gurtrolle auf der Hutablage. Es verschönert das Auto zwar auch nicht unbedingt, aber wenn doch mal was passiert, will ich nicht an der Sicherheit für die Fondpassagiere gespart haben.

W114/115 (Strich 8), 1968-1976

Woher kommt der Name Strich-8?

/8 steht für das Startjahr 1968.

Ausbau Instrument

Q: Ist der Ausbau des Tacho beim /8, 2. Serie, problemlos möglich?

A: Der Ausbau ist absolut kein Problem. Die ganze Einheit mit Tacho, Uhr, und Instrumente ist nur in die Konsole reingesteckt. Also nur rausziehen (Tip: falls es sehr schwer gehen sollte, löse die vordere Lautsprecherabdeckung und Du kannst so von hinten angreifen und die ganze Einheit aus der Konsole drücken. Dabei kommst Du auch wunderbar von hinten an die Tachowelle zum abschrauben.) (Werner, mailto:wcheg@aol.com)

Q2: Sind alle Kabel und die Tachowelle und die Öldruckleitung lang genug, daß man vor dem Rausdrücken nichts lösen muß? Wo kann man denn von außen so kräftig anpacken, daß sich das komplette Instrument Herausziehen läßt? Der Tip mit dem Ausbau des Lautsprechers erscheint daher sehr sinnvoll, damit man von hinten (durch das "geöffnete" Armaturenbrett) drücken kann. Kommt man da auch von unten bei?

A: Also von unten ist es glaube ich relativ problematisch, da alles zu verbaut ist. Ich arbeite mich immer durch den Lautsprecherausschnitt vor, das geht sehr gut. Ölleitungen mußt du dabei nicht abklemmen, die ist lang genug. Am die Tachowelle kommst Du vorzüglich hin. (Werner, mailto:wcheg@aol.com)

Kotflügel 1. Und 2. Serie

Q: Kann ich meinen damals für die 2. Serie neue gekauften Kotflügel auch in die 1.serie einsetzen oder gibt es Unterschiede. damals für Bj 76 jetzt für Bj 69.

A: Die Flügel sind sehr unterschiedlich, Du brauchst zwei Kotflügel, Motorhaube mit Grill, Stoßstange und Schürze, und machst aus einem schönen 69er einen weniger reizvollen (Geschmackssache) der 2. Serie. Siehe auch http://www.strichachtclub.de/serien.htm (Klaus Rolfsmeyer, mailto:daimlerklaus@aol.com)

Zündanlage

Q: empfiehlt sich der Einbau einer kontaktlosen Zündanlage auch im Hinblick auf die Nachrüstung mit Katalysator?  Wer bietet solche Zündanlagen an und was kostet die in etwa? Frank (mailto:F64S@gmx.de

A: Ich habe eine 200/8 von 1976, den ich im Oktober 1998 bei einem renommierten Stuttgarter Nachrüster mit G-Kat  (sage und schreibe jetzt Euro 2!) habe nachrüsten lassen. Bei dieser Gelegenheit wurde dann auch gleich die kontaktlose Ignitor Zündung eingebaut, die offensichtlich auch von der Firma "Hoffmann Speedster" vertrieben wird. Die ganze Anlage funktioniert absolut einwandfrei. Ich bin also sehr zufrieden mit KAT und Ignitor-Zündung. Beste Grüße, Ulrich (mailto:Ulrich_keuch@hotmail.com )

A: Eine Transistorzündanlage ist eigentlich immer zu empfehlen. Kein Verschleiß an Kontakten mehr, keine defekten Kondensatoren und auch das eigentlich notwendige Nachstellen der Zündeinstellung bei Abbrand entfällt dann. Nur nicht vergessen: Auf den Schmierfilz in der Verteilerwelle muß nach wie vor hin und wieder ein wenig Öl, damit das Innenleben des Verteilers nicht vergammelt! (ist ein klassischer Wartungsmangel!)

„Wer bietet solche Zündanlagen an und was kostet die in etwa?“ Von der Fa. Ignitor gibt es das. Der Preis liegt irgendwo in der Gegend von 200DM.

Bei dem 200 /8 muß man wissen, was für ein Verteiler montiert ist, damit der Einbausatz hineinpaßt. bei den ganz frühen Modellen MUSS eine Zwischenplatte rein, sonst geht es nicht. Die gibt es NUR bei Alois Lenz. Thomas Guth (mailto:tguth@rumms.uni-mannheim.de )

Automatik

A: Ich weiß nicht, ob es beim w123 genauso sitzt wie beim /8, aber bei meinem /8 sitzt der Schalter des Kickdown unter dem Gaspedal im Bodenblech. Übrigens ist es mir auch mal passiert, daß der Kickdown nicht funktionierte, weil die Bodenverkleidung unter das Gaspedal gekommen war und der Schalter deshalb nicht eingedrückt werden konnte (Roy, mailto:R.A.Boven@avv.rws.minvenw.nl).

Q: Hallo! Bin gerade erst Besitzer eines 220D/8-automatik geworden. Mir fällt auf, daß die Automatik auf D total schnell hochschaltet: 1-2 bei 15, 2-3 bei 35, 3-4 bei 55km/h . Ist das normal? Kann man das einstellen?

A: Björn (mailto:200d@mms.de ):das hört sich alles normal an.

A: Ulrich (mailto:ulrich_keuch@hotmail.com ): fahre einen 200 /8 Automatic. Die Schaltpunkte sind konstruktiv bedingt - aber immer abhängig von Gaspedalstellung und Fahrgeschwindigkeit. Wenn Du mit sehr wenig "Gas" fährst, denke ich, daß das frühe hochschalten im normalen Bereich liegt (was ja zwecks Motorschonung und Spritverbrauch auch o.k. ist). Oder schaltet er auch bei Vollgas so früh? Dann wäre etwas zu richten, frage mich aber nicht, wie das geht!

Automatik-Ö

Q: Wo mißt man den Ölstand der Automatik und wie füllt man evtl. nach? Welches Öl? 280E/8 (Daniel)

A: Hallo, wenn Du vor dem offenen Motorraum stehst, ist in der hinteren linken Ecke an der Stirnwand ein Füllrohr.  Das müßte einen schwarzen runden Verschluß haben!? Während der Motor läuft(Schaltung auf P oder N, mit angezogener Feststellbremse!!!) den Meßstab rausziehen und mit einem fusselfreien!! Tuch säubern, wieder rein und raus und ablesen!! Nachfüllen, mit Hilfe eines kleinen Trichters durch das Füllrohr. Bei betriebswarmem Motor bis MAX., bei kaltem Motor etwa 5 bis 8 mm unter MIN, denn wenn das Öl warm wird, dehnt es sich kräftig aus. Nicht überfüllen!! (Sascha, mailto:Sascha.Dreger@gmx.de)

A: Gleich vorweg: Tu Dir einen Gefallen und verwende immer nur das original Daimler-Benz ATF-Öl.

Ich habe eine Zeit lang einmal ein handelsübliches Dexron-II ATF-Öl verwendet, womit ich z.T. weit nach oben verschobene und hart wirkende Schaltpunkte erzielt habe. Nach 2.000 km habe ich dieses Öl dann wieder abgelassen und das Original eingefüllt. Der Effekt war, vereinfacht ausgedrückt, "traumhaft", da das Getriebe wieder butterweich geschaltet hat.

Der Einfüllstutzen liegt i.d.R., wenn Du vorne vor dem Motor stehst, hinten links an der Spritzwand. Du solltest zum Prüfen den Wagen vorher mindestens 15 bis 20 Minuten warmfahren, da sich das Öl stark ausdehnt. Danach den Motor laufen lassen, Wählhebel auf N oder P und den Stand kontrollieren. Ggegenbenenfalls nachfüllen. Aber bitte auf peinlichste Sauberkeit achten, was absolut WÖ R T L I C H zu nehmen ist!! (Frank, mailto:frank.osthues@gmx.de)

Stoßdämpfer

Q: Im Urlaub haben meine hintere Stoßdämpfer (Marke Gabriël, noch nicht mal 20.000km) den Geist aufgegeben. Jetzt kann ich (in den Niederlande) Bilstein oder Koni kaufen. Welche soll ich kaufen? Was ist besser, was hält länger,  was fährt sich am besten? Koni gibt z.B. lebenslanger Garantie obwohl Bilstein nur ein Jahr garantiert.  Allerdings kosten die Koni's 395,- Gulden und die Bilstein's "nur" 230,- Gulden. (Roy, mailto:R.A.Boven@avv.rws.minvenw.nl).

A: Es gibt von BOGE Sachs Mannesmann Stoßdämpfer für /8 schon für 100,- DM pro Stück! Meine Monroe -Gasdruckstoßdämpfer haben zwar 12 Jahre gehalten, aber die momentanen Preise finde ich unerschwinglich!! (Martin Pompe, mailto:mpompe@debitel.net).

A: Hallo Roy! Meine hinteren Stoßdämpfer haben nach ca. 30.000km(2 Jahren und 1 Woche/ davon einige Tausend km mit Gespann gefahren) den Geist aufgegeben. Es handelt sich um die viel umworbenen Monroe Sensatrac für DM 140,-/St für den W123.

Dies ist mir nur beim Federwechsel an der HA letzten Samstag aufgefallen. Der eine Dämpfer macht beim selbständigen Ausfahren der Stange Zischgeräusche (Lammsbräu) und legte die letzten 3 cm der Strecke verdächtig schnell zurück, also praktisch ohne Dämpfung.  Als ich das 30 Min. später bei Fa. Schauer reklamiert habe, teilte man mir mit, daß die Gewährleistungsperiode nur 1 Jahr beträgt und jetzt also schon verstrichen wäre.  Handelt es sich um die roten Konis in deiner Schilderung? Sind das Paarpreise gewesen? Dann würde sich der Kauf auf jeden Fall lohnen - lebenslange Garantie!  Zu Hause habe ich noch 2 St. nagelneue aufblasbare Monroe-Stoßdämpfer mit Leitung und Ventil für den /8, jedoch passen sie nicht ohne Weiteres durch die Löcher der Schräglenker(da muß etwas aufgefeilt werden da breiter im Durchmesser/steht sogar in der Einbauanleitung!!!), so daß ich bei mir gebrauchte Bilstein aus einem Ausschlachtfahrzeug (keine merklichen Unterschiede F/s) vorübergehend eingebaut habe. Jetzt habe ich Bedenken nach den "positiven" Erfahrungen mit Monroe die neuen Dämpfer einzubauen... (Micha S., mailto:bolshoi@gmx.at).

Lautes Geräusch von hinten/unten mit Verzögerung - Radlagerschaden?

Q: Bei meinem /8 trat während der letzten Tage folgendes Phänomen auf: alle paar Kilometer (2 bis 20) gibt es für kurze Zeit (ca.1 bis 2 Sekunden) ein lautes Geräusch von hinten/unten, wobei das Auto leicht abbremst. Die Handbremse habe ich überprüft, scheint in Ordnung. Das hintere rechte Radlager hat aber etwas über 1mm xiales Spiel. Es läßt sich per Hand zwar leicht drehen, man hört aber eindeutige Laufgeräusche. Kann mein Problem mit dem Radlager zusammenhängen? Wie baut man so ein Radlager hinten am /8 eigentlich aus? (Jürgen: mailto:krausjuergen@topmail.de )

A: Überprüfe die Antriebswellen vom Differential zu den Hinterrädern. Die darin enthaltenen Gleichlaufgelenke, welche die beim Federn entstehenden Höhenunterschiede zwischen Radnabe und Differential (Fahrzeugboden)  ausgleichen, verschleißen und können zu dem von Dir beschriebenen Effekt führen. Sieh die Gelenke einfach mal an. In fortgeschrittenen Fällen siehst Du, wie sich Kugeln von innen in den Metallkragen prägen und irgendwann sogar durchdruecken.

Der Bremseffekt kommt daher, daß die Gleichlaufgelenke mehr und mehr Spiel bekommen und in bestimmten Stellungen zu haken beginnen. Der Schwung und/oder die Motorkraft brechen das Gelenk frei, wodurch das Fahrzeug kurz verzögert und das Geräusch entsteht.

Die beiden Wellen kannst Du mit Geduld und etwas Geschick selbst wechseln. Unter Umständen ist es hierzu notwendig, die hintere Abdeckplatte am Differential zu entfernen um Sprengringe zu lösen, welche die Wellen im Differential festhalten. Vielleicht hast Du auch schon die neuere Version, bei der man die Reparatur ohne Öffnen des Differentials durchführen kann. In der Radnabe sind die Wellen mittels einer Schraube befestigt. Die Ersatzteile sind leider nicht ganz billig.

An die Radlager als Verursacher des von Dir beschriebenen Effekts glaube ich weniger. Allerdings macht es sicher Sinn, auch diese zu überprüfen und, falls notwendig, bei dieser Gelegenheit in Ordnung zu bringen. (Eberhard: mailto:eberhard_geiger@hp.com )

Radlager wechseln

Q: Bitte um kurze Beschreibung, wie man die hinteren Radlager beim /8 wechselt. Bremse zerlegen ist kein Problem, aber wie bekomme ich dieses Bauteil mit den Lagern heraus? Jürgen (mailto:krausjue@topmail.de )

A: Schraube in der Mitte der Bremsscheibe lösen und dann die Antriebswelle von innen herausziehen.(ist ne ziemlich knappe Angelegenheit). Dann Spannmutter (als Mutter bezeichne ich hierbei eher einen Ring mit Innengewinde) des Radlagers lösen (ebenfalls an der Innenseite der Radaufhängung, vorher Einkerbungen, die zur Sicherung der Mutter dienen, aufhebeln). Nun kann man die Welle samt Lager herausnehmen. Die Lagerschale auf der Welle mußt Du mit Hitze oder etwas Gewalt(vorsichtig) entfernen.  Beim Zusammenbau gut einfetten. Zum Anziehen de Radlagers ist ein Spezialwerkzeug von Mercedes (passende Schlüssel) sehr hilfreich aber mit etwas Geschick nicht unbedingt notwendig. Jan Soltau (mailto:jans@demag.rwth-aachen.de )

Zylinderkopf

Q: Ich habe für meinen 200er Benziner /8 einen neuen Zylinderkopf organisiert und möchte ihn jetzt montieren. Daß ich Krümmer, Vergaser etc abnehmen muß ist mir bekannt. Meine Frage ist: -Wie spanne und entspanne ich den Kettenspanner? - muß ich die Kette öffnen?  -wie kriege ich den neuen Kopf hinsichtlich des Zusammenspiels von Zylindern zu Ventilen eingestellt?

A: Meine letzten Ölfinger vom M115 sind schon ca. 4 Jahre sauber aber dennoch erinnere ich mich an die Begegnungen mit Lagerbolzen(LB).  Von den Gleitschienen mußt Du die obere ausbauen, sie wird von 2 oder 3 LB mit Innengewinde, die von außen eingeschlagen sind, gehalten. Zum Ausbau gibt es Spezialwerkzeuge z.b. Austreibhammer u.ä. Ich habe bei meinen Arbeiten eine Sechskantschraube ( M6?? x min 70mm ) eingesetzt, auf welche eine Mutter aufgeschraubt und ein Paar U-Scheiben draufgeschoben waren dazu noch eine große Stecknuß oder , falls vorhanden, ein Stück Rohr ggf. auch zwei Ringschlüssel aus dem Kasten (die Schraube und später der LB müssen durchpassen), nun die Stecknuß vor den LB halten und Schraube reindrehen (LBgewinde vorher reinigen!!) Die Unterlagscheibe liegt an der Nuß an.. die Mutter drückt an die UScheibe...Du hältst den Sechskant hinten fest und drehst an der Mutter .Plop der LB ist da !

Natürlich kann man einen defekten LB auch vorsichtig ausbohren oder unter Zerstörung der Gleitschienen von innen mit einer Wapu- bzw. Gripzange packen und rausschlagen .PFUII!!!.

Was den Kettenspanner angeht, bin ich mir nicht ganz sicher aber ich habe ihn glaub nie demontiert, das Rad geht von der Nockenwelle auch so ab.

Wenn Du die Kette (an Kabel oder Schnur angebunden) etwas abläßt, behalte auch den Zündverteiler (Kappe ab +Finger-OT) im Auge.  Falls Du einenen Helfer oder Kran hast, kannst Du Abgas- u. Ansaugkrümmer mit Vergaser auch montiert lassen und erst später "rückenschonend" auf der Werkbank umbauen ..für den Anfang allerdings etwas unübersichtlich beim Wiedereinbau. (Tobi Fischer)

A: Die Steuerkette läßte sich nicht öffnen, du mußt das Kettenrad von der Nockenwelle abziehen.(Vorher den Kettenspanner lösen)  1. Wenn du den Zylinderkopf einbaust mußt du das Kurbelwellenrad auf den ersten Zylinder auf OT-Zündzeitpunkt stellen.  2. In der Nockenwelle befindet sich eine Kerbe am Bund der Nockenwelle (zum Kettenrad hin), diese Kerbe muß an der Kante des Zylinderkopf fluchten.  Wenn du die Steuerkette wieder montiert hast, drehst du die Kurbelwelle einmal ganz durch um zu testen ob du richtig gearbeitet hast. (Klaus Behle, mailto:klaus.behle@pironet.de)

A2: Von vorne gesehen, ist hinter der Lichtmaschine am Kurbelwellengehäuse eine Schraube.(Hutmutter), hinter der, der Kettenspanner angedrückt wird.Im Kurbelgehäuse bzw. Motorblock befindet sich ein Kolben, der den Kettenspanner andrückt.  Die Kerbe an der Nockenwelle muß so stehen, daß die Ventile am ersten Zylinder beide geschlossen sind. Also rechts.  Wenn du die Kette wieder montiert hast und du die Kurbelwelle einmal ganz herum drehst, muß das Kurbelwellenrad wieder auf "OT" stehen und die Kerbe der Nockenwelle sich an der ersten Lagerkante(Lager der Nockenwelle) auf der rechten Seite befinden.(die Kante ist nur zu sehen, wenn du die obere Lagerschale abmontiert hast).  VORSICHT beim Herausschrauben der Hutmutter, wo sich der Kettenspanner drunter befindet, die Feder dahinter steht unter Druck. (Klaus Behle, mailto:klaus.behle@pironet.de)

Bleizusatz

A: Bleiersatz? Völlig unnötig. Mein /8 280CE Bj.72 fährt seit 96 bleifrei. Oft auch Vollgas. Keine Probleme. Wenn‘s der aushält schafft‘s dein Newtimer auch.

Höherlegung

Q: Suche Infos über Höherlegung einer /8-Limo. Da gab es mal einen Umbausatz von Mercedes-Benz für schlechtere Straßenverhältnisse - wer weiß mehr. Suche außerdem Infos über Umbau einer /8-Limo zum Caddy (Pritsche) sowie (immer noch) alles, was über Allrad im /8 bekannt ist. Paßt – nach Unterboden-Umbau der G-Benz Antriebstrang (lang)? (Joe)

A: Eine Höherlegung für die 123'er Limousine findest Du auf den Internetseiten von Hans Westmar:  http://hometown.aol.com/westmar/bolide.html Die 123'er dürften wahr. mit dem 115 identisch sein.

Anlasser 200D (1975), W115

Q: Wenn nach längeren Fahrten (Autobahn) der Motor abgestellt wird, kommt es vor , daß sich der Anlasser nicht mehr rührt. Woran kann das liegen, ist es der Anlasser selbst, oder der Schalter? Kann man das reparieren/nur den Schalter austauschen, oder muß der Anlasser immer komplett ausgetauscht werden? Gab es in diesem Baujahr (75) verschieden Anlassertypen? (Ben, mailto:benjamin.wendelstein@fh-flensburg.de).

A: Ob es der Magnetschalter ist kannst Du checken indem Du an die kleine Klemme an selbigen 12V anlegst. Das Anlasserritzel müßte mit einem "Klick" nach vorne springen. Dein Problem hört sich eher nach abgenutzten Schleifkohlen an. Am besten ausbauen und testen, danach evtl. zerlegen. Man kann auch die Kohlen auswechseln (billig und nicht besonders aufwendig). (Walter Birner, mailto:wbirner@yahoo.com).

A: Der Klick ist schon da, ich hab mich auch schon mal daran versucht, den Anlasser auszubauen, aber... gibt's da 'n Trick? Oder liegt's an meinem Werkzeug? Auf jeden Fall hat keine der drei(?) Schrauben sich auch nur ein halbes Grad bewegt. Dabei soll doch Anlasser aus-, einbauen nicht gerade zu den Königsdisziplinen beim StrichAcht-Basteln gehören! (Ben).

A: Du brauchst einen großen Imbusschlüssel (ich glaub ein 10er), vielleicht etwas MOS Öl als rostlöser vielleicht ein Rohr als Hebel. Batteriemassekabel abklemmen. Die zwei grossen Imbusschrauben am Getriebe/Motor Flansch abschrauben. Noch die Kabel vom Anlasser abschrauben. Evtl. mit Gummihammer den Anlasser lockern und schon hast Du ihn ausgebaut. Nun kannst Du ihn mit einem starken Kabel (z.b. Starthilfekabel) mit + und – der Batterie verbinden. - ans Anlassergehäuse, + an Klemme 30 (die große). Nun Klemme 50 (die kleine) mit Schraubenzieher oder Kabel mit 30 verbinden. Der Magnetschalter müßte schalten. (das Ritzel spurt aus und müßte sich drehen. Wenn es sich nicht dreht -> wahrscheinlich Schleikohlen ersetzen -> Anlasser zerlegen.) Am besten besorgst du dir entsprechende Literatur über Internet/Flohmarkt/Bücherei. (Walter Birner).

Vergaser

Q: Wer kann mir ein paar Ratschläge zum Thema Vergaser eines 200/8er (Bj.69)  geben. Er nimmt nicht sauber Gas an. Der Vorbesitzer hatte eine falsche Membrane eingebaut. Damit dachte ich den Fehler gefunden zu haben. Es ist zwar besser geworden aber eben noch nicht richtig. Zündung usw. ist in Ordnung. Ventile dürften mal eingestellt werden, ist aber nicht dramatisch. Oder ist der Motor doch so empfindlich?

Eventuell handelt es sich ja um etwas MB-typisches. Ich würde mich über ein paar Ratschläge freuen. (Jens: mailto:cml@bergisches-netz.de )

A: Die vage Fehlerbeschreibung hört sich eher nach einem Zündungsproblem an. Ich vermute, daß neben einem nicht korrekt zündenden Zylinder (Kerze, Kabel, Stecker) auch noch die Fliehkraftverstellung nicht korrekt funktioniert.  Das ist ein /8-typischer Wartungsmangel, der diese Ausprägungen zeigt!

„Der Vorbesitzer hatte eine falsche Membrane eingebaut. Damit dachte ich den Fehler gefunden zu haben.“

Tut mir ja leid, aber das die Leute immer denken, es sei der Vergaser ist schon komisch. Wirklich: In aller Regel ist die Zündanlage überholungsbedürftig! Immer wieder sind die Kable 20 Jahre alt und leiten den Funken nicht weiter. Die alten Stecker sind auch immer (IMMER!) defekt und die Funken schlagen sonstwo über.

Die Unterbrecherkontakte werden getauscht, aber der Kondensator ist, wie schon erwähnt auch alt. Der muß ebenfalls getauscht werden, damit die Kontakte nicht sofort wieder verbrennen! (kostet ca. 30 DM)

„Es ist zwar besser geworden aber eben noch nicht richtig.“: Klar, war halt nicht der Vergaser.

„Oder ist der Motor doch so empfindlich?“: Nein, ist er nicht. Der m115.923 ist eigentlich der anspruchsloseste Motor der Baureihe. bei normaler Wartung sind Laufleistungen wie beim Diesel ohne Probleme drin.

Die /8 leiden unter der extrem schlechten Wartung der Besitzer der heutigen Zeit. Die Wagen fahren noch annehmbar,  obwohl schon keine Einstellung mehr in Ordnung ist.

Zum Schluß: Prüfe mal die Zündverstellkurve (s. Tabellenbuch bei db 42dm) mit und ohne Unterdruck.

Prüfe die Zündanlage nochmals durch. erneuere die Stecker, Kabel (auch zur Zündspule!) und die Kerzen (Neuteil: NGK V-Line Nr. 4, nicht Bosch, Beru oder sonst einen Schrott), erneuere den Unterbrecherkontakt (zweigeteilter??) und den Kondensator. evtl  Verteilerkappe und Läufer ebenfalls erneuern.

Wenn dann das Ding immer noch nicht richtig geht, lasse beim Bosch-Dienst deiner Wahl mal eine Motor- und Abgasdiagnose machen. Zylindervergleich nach Drehzahlabfall, Zündspannung (max 10kv), Zündverstellkurve mit und ohne Unterdruck (s.o.) und Abgasdiagnose bei verschiedenen Drehzahlen.

Sollwerte Abgas:

Leerlauf:

CO: Max 1,5%

CO2 höher als 14,5% besser 15,5%

O2 : Max 1% (sonst Auspuff abdichten!)

HC: Max 400ppm

Lambda: 0,985 bis 0,999

Bei erhöhtem Leerlauf (ca. 2500 1/min) Gas halten, bis Werte eingependelt sind, dann kontrollieren.

CO geht in aller Regel leicht runter, wie auch O2.

Der Boschdienst soll alle Meßdaten AUSDRUCKEN! Das geht ohne Probleme! Vorher mit der Werkstatt FEST vereinbaren: Keine Ausdrucke = Kein Geld! (Thomas Guth: mailto:tguth@rumms.uni-mannheim.de )

A: Der Tipp von meinem Namensvetter klingt vernünftig. Habe selbst /8 230.6 der nicht richtig lief und massig Sprit gesoffen hat, nach Tausch sämtlicher Zündungskabel / Kerzen / Stecker usw. und einer nachfolgenden vernueftigen Einstellung in Fachwerkstatt fährt das Auto prima. P.S. am Vergaser wurde NICHTS gemacht! Und noch mal: NGK Zündkerzen nehmen (emo s. mailto:thomas.strohner@planet-interkom.de )

A: Vergaser sind ein komplexes Thema, was Ferndiagnosen nicht einfacher macht. Möglich sind viele Ursachen  (defekte Ansaugluftvorwärmung, falls es das beim 69er /8 schon gab), voller Luftfilter, falscher Schwimmerstand,  Nebenluft aus Undichtigkeiten etc.

Fahr ein gutes Stück (so 15 km mit unterschiedlichen Drehzahlen), dann Kerzen rausschrauben und Kerzengesicht anschauen:  Mittelbraun = ok; rußig =Gemisch zu fett; Grau/weiß = Gemisch zu mager (Gunnar)

A: Ist das richtige Dämpferöl drin? Normalerweise gehört ATF-Öl rein, weil dieses seine Viskosität bei unterschiedlichen Temperaturen fast nicht ändert. (Klaus R.: mailto:PeKlaRo@aol.com )

Thermostat

Q: Ich fahre einen -8 200 Benziner Bj. 72. Die Kühlwasseranzeige geht nie über 80 Grad. Sie bleibt meist bei ca. 70 Grad und fällt stark ab, wenn man die Heizung auf "voll" dreht und geht dann wider auf die 70 Grad. Ist das so in Ordnung? Wenn nicht, was könnte der Fehler sein? (Acki, mailto:acki@topmail.de)

A: Das hört sich an wie ein defektes Kühlwasserthermostat. Womöglich funktioniert die Heizung auch noch schlecht? Normalerweise geht die Kühlwassertemperatur zügig auf 85 bis 90 Grad und pendelt dort. Zur Zeit kommt der Motor nicht auf Betriebstemperatur und wird eine Menge Sprit saufen. Der Ersatz des Thermostates ist nicht teuer und zeitaufwendig. Kann auch im Wasserbad nach dem Ausbau getestet werden. (Justus, mailto:drjliebig@aol.com)

W115

Motor von W123

Q: Kann ich ein 300er TD Motor (W123) in ein W115 einbauen?  Hat ein 220D 615.912 aus einem 123 mehr Leistung als ein 615.912 aus einem W115 und was macht den Leistungsunterschied aus? Sascha (mailto:sascha_schulz@usa.net)

A: In aller Kürze. Umbau ist techn. machbar, der Aufwand hierfür ist jedoch relativ hoch. Die 123er Motoren haben ihren Ölfilter vor der Motorstirnwand sitzen. An dieser Stelle haben die 115er keinen Platz dafür. D.h. alles umbauen und versetzen.

Zur Motorleistung. Die späteren 200D bekamen 60PS spendiert als der 220D Motor im 123er aus dem Programm genommen wurde. Alles in allem lohnt ein Umbau nicht. Er rennt auch mit 5 PS mehr nicht arg viel schneller. Rudolf Körper (mailto:Rudolf.Koerper@t-online.de )

Q: Kann mir jemand sagen, ob es Unterschiede zwischen einem 2.8 E Motor aus dem /8 und einem vom W123 gibt?  z.B.: Einspritzanlage, Ölfilterhalterung... Oder besser noch: Paßt ein 123er Motor in einen /8er und welche eventuellen Umbaumaßnahmen muss man berücksichtigen?

A: In der Tat ist einiges geändert worden: Einspritzanlage: D-Jetronic (elektronisch) gg. K-Jetronic (mechanisch):  Andere Einspritzventile, anderer Ansaugkrümmer, keine Motor-Wasseranschlüsse beim 123 für Drosselklappenerwärmung des /8; Servopumpe (Separater Ölbehälter beim /8); Ölfiltergehäuse (Anschluß Öldruckleitung + Ölkühler geändert); Kürzere Wasserpumpe beim /8; und, und, und.  Wenn Du Know-how und Muße und Zeit hast, kannst Du es ja durchziehen. Ansonsten ist die Aktion fraglich. (Gerhard Müller, mailto:muellerhausach@aol.com)

A: Also passen tut er auf jeden Fall, da ich einen M110 E aus einem 123er in meinem Strichachtcoupe habe. Da ich den Umbau allerdings nicht gemacht habe, kann ich Dir leider keine Einbauanleitung geben. (mailto:MBStrichAcht@aol.com)

Kaltstartproblem

Q: Ich habe nun meinen 230er Automatik wieder angemeldet. Aber der Kaltstart funktioniert nicht korrekt. Er springt zwar an, aber sobald ich Gas gebe verreckt er fast, beschleunigt überhaupt nicht, wenn er dann aber einmal Gas angenommen hat, ist alles vergessen und er läuft normal. (Alexander, mailto:alex.suess@online.de)

A: Hatte an meinem 230c genau selbiges problemchen. Nach dem Start und Anfahren ruckelte er ziemlich heftig...so 3-4mal, dann lief er problemlos. Ursache: Bimetallfeder Startautomatik-Warmluftklappe war kaputt, so dass die klappe immer offen stand...  zwar hat mb behauptet, daran alleine kann‘s eigentlich nicht liegen, nach Austausch lief der wagen aber wieder absolut top (also inkl. Kaltstart...). Es gibt einen Reparatursatz: Kostenpunkt in meiner Erinnerung 40 DM (Kai, mailto:wbwb50@uni-essen.de)

A: Hast Du mal nach der Funktion von der Starautomatik geschaut? (Kalter Motor: Starterklappe geschlossen, Öffnung durch Erwärmung der Bimetallfeder durch Kühlwasser und Strom). Vermutlich ist die Startautomatik so eingestellt  (oder irgendwie defekt), daß die Klappe nicht (weit genug) schließt und der Motor zu viel Luft kriegt. Wenn bei warmem Motor alles bestens ist, scheint dies die Ursache zu sein. Ansonsten auch bekannt und sehr tückisch:  Falschluftansaugen oder - auch denkbar, dann aber unabhängig von der Motortemperatur - : Wasser im Tank und Vergaser (Kondenswasser).  Aber erst mal nach Startautomatik schauen! (Ulrich, mailto:ulrich_keuch@hotmail.com)

Q2: Herzlichen Dank für die Tips. Ich habe nun schon einiges probiert. Die Startautomatik scheint zu funktionieren, im halbwarmen Zustand, also ungefähr 2-3 Stunden Standzeit tourt der Motor ordnungsgemäß hoch und er nimmt auch problemlos Gas an. Nur wenn der Wagen über Nacht gestanden hat, dann tritt dieses Problem auf. Ich habe auch geschaut, ob den die Startautomatik in diesem Moment funktioniert, das scheint sie ebenfalls zu machen,  zumindestens ist der Mitnehmerhebel nach rechts am Anschlag. Ich habe heute mal den Kolben ausgebaut und gereinigt und dann mit neuem ATF befüllt, ich muß nun morgen sehen, ob sich da was tut.  Könnten denn auch die Zündkabel oder die Kerzen dran schuld sein, oder vielleicht was ganz anderes?

A: Gaspedal einmal durchtreten erst dann ist die Kaltstartautomatik aktiviert

Q3: Ich hatte den Wagen nun in einer guten Fachwerkstatt. Am Vergaser selber war nichts defekt, nur der Vergaserflansch wurde gewechselt, war porös. Außerdem wurde ein Grundeinstellung gemacht und nun läuft er wunderbar.

Größerer Tank

Q: Kann ich einen größeren Kraftstofftank in den W115 220D einbauen?

A: Klar kannst Du. 70 lit. sind möglich. Zu finden in jedem 280. E/CE Evtl auch 250. E/CE 230er weiß ich nicht oder beim MB Händler deines Vertrauens :-)) für ca 1000.- (Fred)

W116

Typenschild

Q: Ich habe einen alten W116, Baujahr 1978, und suche dafür ein Typenschild mit der Aufschrift "450 SE". Meiner hat nämlich nur ein 280er Schild hinten d'rauf, aber die Leute sollen ruhig wissen, welche Urgewalten da ihr Unwesen treiben. Also, wo bekomme ich so etwas günstig her? Bei Mercedes soll das Teil um die DM 40.- kosten...

A: (Wechseln): Das kommt darauf an wie das Typenschild montiert ist. Ist es mit Stiften festgemacht so kannst du es vorsichtig herausziehen. Ist es geklebt, dann brauchst du einen Heißluftfön.

Unterschied M116/M117

Q: Was ist genau der Unterschied zwischen dem M116er Motor(350)und dem M117er Motor(450)? Laut der Beschreibungen auf der Seite sollen beide fast baugleich sein. Sind nur andere Kolben/Kurbelwelle drin, oder wie? (Hares, mailto:latifk@smail.uni-koeln.de).

A: Also, nachdem hier viel debattiert wurde, welches Auto wirtschaftlicher ist, möchte ich die Frage beantworten:  Der 350er hatte einen Hub von 65,8 mm und der 450er einen Hub von 85 mm bei gleicher Bohrung von 92 mm. Das macht also eine Änderung der Kurbelwelle notwendig. Das Resultat war eine herabgesetzte Höchstdrehzahl vom 350er von 6300 U/min auf 5800 beim 450er.  Das maximale Drehmoment von 260 NM bei 4000 des 350er steht den 345 Nm bei 3250 des 450er gegenüber, der die 260 Nm bereits im Leerlauf bzw. knapp darüber entfaltet. Beide Motoren gab as aber auch für das Ausland als Niederverdichtete Variante für den Betrieb mit Normalbenzin. (Bernd, mailto:webmaster@zwoachzig.de).

A: Recht hast, wer beide Motoren kennt, läßt den 350er einfach liegen. Mit der üblichen 3-Gang-Automaik ist das eine Zumutung ! Wer die Wahl hat, und nicht den 450er nimmt, ist verwirrt meint Gerhard (Gerhard Müller, mailto:gmhausach@aol.com).

A: Die Handschaltung ist allerdings bei der von dir forcierten Fahrweise bei den momentan hohen Spritkosten eine Zumutung. Ein Test in der AMS 1/79 zwischen W126 und W116 ergab für den 350er mit Handschaltung einen Durchschnittsverbrauch von immerhin 24,3 Litern. (Mickey Parough).

Unfreiwillige Geschwindigkeitsbeschränkung

Q: Das Auto (W116, 280 SE), fährt im dritten Gang nur noch 50, im vierten mit Mühe 100.

A: Der Fehler lag an einer lockeren Schraube im Bereich des Gasgestänges. Im Motorraum ist an der hinteren Seite eine Platte mit zwei Schrauben befestigt, die für die Stabilität der Konstruktion sorgt. Wenn eine Schraube fehlt, und die andere sehr locker ist, spricht das Gas zudem erst sehr spät an Kajetan Hinner).

A: Bei meinem 300D, W123, lag es an einer gebrochenen Einspritzleitung, so daß der Motor nur noch auf vier Zylindern (statt fünf) lief. Dieses Problem merkt man aber daran, daß der Motor unrund läuft und die hinter einem fahrenden mit laufender Wisch-Wasch-Anlage überholen (Kajetan Hinner).

Gasannahme

Q: Mein Problem ist/war, daß der Motor das Gas nur verzögert annimmt, ganz schlimm war das morgens, wenn der Motor noch absolut kalt ist. man gibt Gas, dann geht erst die Drehzahl zurück, dann kommt der Motor aber ganz normal. Dieses Problem scheint verschwunden zu sein nachdem ich ATF-Öl in die Luftkolbendämpfung nachgefüllt hab.

Jetzt ist es aber noch so, dass der Motor erst nach ein paar Sekunden die volle Leistung zu bringen scheint (es ist mir aufgefallen, dass er die volle Leistung erst bringt, wenn die economy anzeige ganz rechts ist).

Ist das Einstellungssache vom Vergaser? Sollte man da zu einem Mercedes Händler gehen? Oder kennen die sich mit den alten Vergasern auch nicht so gut aus? (Klaus, mailto:kjd@gmx.net).

A: Wenn der Motor beim Gasgeben erst mit der Drehzahl abfällt und dann langsam kommt, ist das meistens ein sicheres Zeichen dafür, daß das Gemisch zu mager ist. Beim Gasgeben gibt ja kein Gas, sondern zunächst mal nur Luft. Durch eine am Bowdenzug /Gestänge angebrachte kleine Pumpe, die sog. Beschleunigerpumpe, wird die erforderliche Kraftstoffmenge in das Saugrohr eingespritzt, damit die Drehzahl angehoben wird. Also:

1. Gemischregulierschraube ca. 1/4 - 1/2 Umdrehung herausdrehen und Probefahren,oder:

2. Beschleunigerpumpe auf Funktion überprüfen.

Würde ich aber beides in der Fachwerkstatt machen lassen, sonst frißt Dir der Motor die Haare vom Kopf (Bernd, mailto:webmaster@zwoachzig.de).

P.S.: Die Dichtungen am Ansaugkrümmer und am vergaserflansch erneuern. Kostet nicht viel und kann man selber machen. Grund: Wenn der Motor Fremdluft kriegt, wird das Gemisch auch zu mager und der Effekt ist derselbe.

Auto schüttelt und rüttelt

Q: ..schüttelt sich im Stand, wenn ich ihn an mehreren Tagen hintereinander nur im Stadtverkehr kurz bewege! Es ist eben ein Langenstreckenauto, denn dann treten diese Probleme nicht auf. Ein Bekannter, der Meister bei DC ist, meint dass es an den Kerzen liegen kann. Fährt man häufig nur Kurzstrecke müsste man die Zündkerzen ändern (hängt mit der K-Jetronic zusammen...)! Kann man noch was in Erwägung ziehen. Kann das auch am KAT(GAT) liegen? (Steini, mailto:caprixlr@freenet.de)

A: Nicht dass ich der totale Profi wäre, aber ich habe gerade eine mehrwöchige Odyssee durch meine K-Jet hinter mir. Und bei dem von Dir beschriebenen Fall würde ich mir als erstes die Einspritzdüsen vornehmen. Eine kostet ca. 40 Euro. Eine Druckprüfung hat bei meinem Wagen übrigens nix gebracht. Laut Test o.k., aber nach dem Tausch so ziemlich aller teuerer Komponenten doch kaputt. (Jörg, mailto:joergmueller01@hotmail.com)

A: Klingt nach Einspritzdüsen UND Zündkabeln. Hatte ich auch. Nach Tausch beider Komponenten waren alle Probleme weg und der Verbrauch war auch 20% weniger! kuck mal im dunkeln, ob irgendwo der Zündfunke überspringt) (Hartmut, mailto:450sel6.9@web.de)

A: Naja ob das so sinnvoll ist, auf Verdacht die Einspritzdüsen zu tauschen? Also meine Einspritzdüsen sind jetzt 500 km alt und bei mir tritt ähnliches auf (bei Strecken zwischen 15-25km), wobei die Stärke des Schüttelns an sich ja reine Definitionssache ist. Der Tipp mit den Zündkerzen scheint gar nicht so schlecht zu sein, da ich jetzt schon öfters gehört habe, dass vor allem die Bosch-Zündkerzen keine Kurzstrecken mögen. (Markus, mailto:altmercedesfahrer@gmx.de)

A: Also, mein M110er war unter 2500 U/min kaum fahrbar, so schüttelte und ruckte er. Ich habe neue Zündkerzen reingemacht (Bosch Gleitfunkendinger, genaue Typenbezeichnung habe ich jetzt gerade nicht parat; der Autoteilefritze hat sie aber anhand einer Vergleichsliste problemlos rausgesucht.) - jetzt kann ich im vierten Gang von 600 U/min an beschleunigen. Die Zündkabel werde ich aber zusätzlich noch tauschen. (Michael, mailto:michael.schueller@infraserv-knapsack.com)

Motor klingelt und klappert

Q: Der Motor meines 280SE/W116 hat Probleme. Ich nenne einfach Stichworte, vielleicht kann mir jemand helfen: 115Tsd.km, Super Plus zw. 12.5 .. 14.0 L/100km, 15W40 rd. 0.5 Liter/1000km

Der wagen wollte regelmäßig nach einigen 5..10km gar nicht mehr fahren, keine Gasannahme die Kraftstoffpumpe rasselte nach wenigen Minuten Lauf

Kraftstoffpumpe ist gewechselt, Fördermenge ist lt. Bosch in Ordnung, Drücke sind lt. Bosch in Ordnung, Daimler stellt zu mageres Gemisch auf 3 Zylindern fest, tauscht eine Düse probehalber, kaum Besserung also wird ein neuer Mengenteiler empfohlen "vorher können wir den Fehler nicht finden .." für 3500DM ein sehr schlechter Scherz. Also Reiniger in den Tank, gleich vier Packungen. Der Motor läuft wieder stabil, jedoch ab 160km/h klingelt es vereinzelt aus dem Motorraum, besonders an Steigungen.  Das Ventil(?)geräusch der hinteren Zylinder ist klappernd hart, Ventilspiel ist aber korrekt. Der Motor ist insgesamt recht laut.

Gibt es sinnvolle Möglichkeiten, den Mengenteiler zu retten? Wie stelle ich eine gleichmäßige Einspritzmenge der Zylinder fest?  Ist das Klappern der hinteren Zylinder bedenklich?

PS: Mein Fehler war, den 280SE ohne ausgiebige Probefahrt zu kaufen.  Die Reparaturkosten belaufen sich mittlerweile auf 2500DM.  Ich kann nur abraten, sich eilig zu entscheiden. Sollte ein hübscher  Wagen sonst weg sein ("..der andere, der auch schon angerufen hat..") erst recht die Geldbörse zuhalten. Hektik lohnt nicht! (Jürgen, mailto:elberich@okay.net).

A: Also zwei Sachen konnte ich zur Einspritzanlage finden: Der Warmlaufregler kann zwei Ausführungen haben:

Für Motor M110.984-986 BOSCH Nr. 0438140 010 oder 057

Für Motor M110.987 muß es BOSCH End Nr. 057 sein.

Ab 10/1977 Heizwiderstand geändert 26 Ohm mit Sieb im Eingangsstutzen

Der Warmlaufregler regelt aus bei 530 mbar Unterdruck im Saugrohr. Der Steuerdruck beträgt nun 3,4-3,8 bar und NICHT mehr 5,0-5,8!

Einspritzventil: BOSCH-Nr.: 0437502010, Öffnungsdruck bei neuem Ventil: 3,5-4,1 bar,  Öffnungsdruck bei altem Ventil: 3,0 bar

Kraftstoffpumpe: Bosch-Nr.: 0580254974. Sie benötigt bei stehendem Motor eine Spannung von min.11,5V Durchlauf (gemessen in der Rücklaufleitung nach dem Kraftstoffmengenteiler): 2L/min

Kraftstoffmengenteiler: Bei M110.985: Grauguß, bzw. nach Reparatur, Alu, mit Gewbemembran OHNE Druckausgleichsventil, Bei M110.984/986/987: Alu mit Gewbemembran MIT Druckausgleichsventil und geänderter Kennlinie.

Teilenummern (BOSCH): Grauguß: 0438100011, Alu - Ohne Druckausgleich:0438100084, Alu mit Druckausgleich: 0438100069

Luftmengenmesser:  Teilenummer: 0438120032 (ab 01.10.1976 mit Kunstoffkappe auf der Leerlaufgemischregulierschraube, Teilenummer: 0438120026 mit Einstellvorrichtung für Leerlaufgemisch, Kennlinie im Luftmesser geändert, Sicherheitsschalter entfallen.

Schau mal nach, was auf dein Auto zutrifft, und Vergleiche die Werte. Vielleicht bist Du dann der Lösung des Fehlers etwas näher. Möglicherweise hat ein Bastler nämlich auch ein falsches Teil eingebaut ?! (Bernd, mailto:webmaster@zwoachzig.de).

Armaturenbrett

Q: Die Oberseite des Armaturenbretts meines Autos (W116) wird geplagt von einem Riss. Die Ränder sind (noch?)  flach. Frage: kann ich das reparieren? Wenn ja, wie? Ich habe mal gelesen, dass man an den Enden des Rissen kleine kreisförmigen Löcher schneiden muss, damit der Riss nicht länger wird. Das scheint mir aber nicht gerade einen verschönernden Eingriff. Lieber hätte ich eine Substanz mit dem ich der Riss dichten kann und die sich nachträglich in der Farbe des Brettes färben lässt (blau) (mailto:fidom@bart.nl)

Benzinpumpe

Q: Kennt einer von Euch die Benzinpumpen, die man für den M117er nehmen kann? Ich habe mittlerweile die dritte eingebaut, diesmal aus einem W126 300SE. Jetzt springt er wenigstens schon mal an. Außerdem nimmt er nur Gas an, solange die Startautomatik aktiv ist. Danach geht er beim Gasgeben wieder aus. Kerzen und Kabel sind auch schon erneuert. Ich habe gehört, die neueren Jetronics brauchen ca. 5 atü Förderdruck. (Hares, mailto:latifk@smail.uni-koeln.de).

A: Mit 5 bar liegst Du ganz gut. Die Benzinpumpe ist übrigens bei den Motoren M100, M102, M110, M116 und M117 die gleiche.  Die Teilenummer ist zwar ursprünglich die 116 091 03 01 aber die Ersatzteilnummer ist 116 090 00 50. Bei Bosch heißt sie 0580 254 974. Da der 102er (190 und 190E) Motor auch noch von ihr versorgt wurde sollte einer Beschaffung nichts im Wege stehen. (Bernd, mailto:webmaster@zwoachzig.de).

Heizungskasten: Klappen verkanten

Q: Bei unserem W116er verkanten sich die Klappen im Klappenkasten (teil des Heizungskasten) manchmal. Der Heizungskasten ist jetzt ausgebaut (ziemlich aufwendige Angelegenheit trotz original Werkstattbüchern). Ursache des Verkantens ist der sich auflösende Schaumstoff mit dem die Klappen belegt sind. Als "Scharnier" der Klappen scheint der Schaumstoff im Original über die Klappenkante in einen Gehäusespalt zu gehen. Hat jemand Erfahrung mit den benötigten Maßen (Dicke und Überstand) sowie dem Material des Schaumstoffes oder evtl. Alternativen. (Michael, mailto:mclossa@aol.com).

 
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